In alte Jahnplatz-Umkleide ziehen neue Mieter: KSB, Ufo-Forscher, Eltern und Pfötchenhilfe

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Ein freundlich gestaltetes Innenleben für den Kinderschutzbund am Jahnplatz war der Zentralen Gebäudewirtschaft wichtig, sagten ZGW-Chef Frank Kuschmirtz und Bauleiter Andreas Beckmann (vorn).

Lüdenscheid - Am 17. Dezember kommt der Lüdenscheider Kinderschutzbund (KSB) mit dem Umzugswagen zum Jahnplatz, der Türkische Elternverein hat schon mit der Einrichtung begonnen, die Pfötchenhilfe wird hier zur Anlaufstelle für notleidende Tierhalter, und die Gesellschaft zur Erforschung des Ufo-Phänomens komplettiert die illustre Mietergemeinschaft:

Schon in Kürze wird in der alten Umkleide am Jahnplatz das pralle Leben toben. Die Voraussetzungen dafür schuf die Zentrale Gebäudewirtschaft der Stadt (ZGW) innerhalb eines Jahres. Genau für die veranschlagten 304 000 Euro verwandelte sich die marode Umkleide mit rostigen Duschen und alter Hausmeisterwohnung in ein schickes Bürogebäude. Auf LN-Anfrage führten ZGW-Chef Frank Kuschmirtz und Bauleiter Andreas Beckmann gestern durch das noch fast leere Haus, das jetzt mit sanierter Fassade, gedämmtem neuen Dach, zeitgemäßem Brandschutz und moderner Elektrik aufwartet. Hellbraune Linoleumböden vermitteln den Eindruck von Wärme und Behaglichkeit – „hier kann man sich wohlfühlen“, sagt Kuschmirtz. Den Löwenanteil der Räume erhalten mit 120 Quadratmetern die Kinderschützer, deren Vorsitzender Uwe Hindrichs dem ZGW-Team bereits für die geleistete Arbeit dankte. Der KSB verfügt im Parterre über einen großen Gruppenraum mit mehreren Ausgängen zum Sportplatz, zwei Büros für die Geschäftsstelle und eine vom Möbelhaus Sonneborn gespendete Küche. „Gerade hier kam es auf Atmosphäre an“, erklärt Andreas Beckmann.

Die ZGW entschied sich für das Linoleum als Naturstoff, wie es auch in Kindergärten gern eingesetzt wird. Zuvor chaotisch und verbaut wirkende Räume sind jetzt lauter einladende Eckchen, in denen jeder Winkel funktional zu nutzen ist. Gleiches gilt für Besprechungs- und Büroraum im Obergeschoss. Das Dach wurde gedämmt wie bei einer vorgehängten Fassade – nur dass der Dämmstoff hier auf die Schalung gelegt wurde. Obendrauf kam die Verlattung für die neuen Pfannen, und fertig war „eine der besten Dämmungen, die es gibt“, sagt Kuschmirtz.

Fast zu gut funktionierte das beim Türkischen Elternverein, wo uns Aygül Yigit begrüßt. Hier ist noch feuchter Putz zu trocknen, doch bald laufen die Beratungen zu Schul- und Erziehungsfragen des seit knapp zwei Jahren existierenden Vereins an. Als ehemalige Spielerin des SC ist Aygül Yigit die Umkleide noch in Erinnerung: „Hier habe ich schon geduscht“, lacht sie – und schließt ihr neues Büro auf. - hgm

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