„Tagesdienst“ verbessert Service

Nathalie Kompernaß

Lüdenscheid - Der Allgemeine Soziale Dienst (ASD) des städtischen Fachdienstes Familienhilfe bietet seit sechs Monaten einen „Tagesdienst“ an und verbessert damit deutlich den Service. Für die Koordination zeichnet die Sozialarbeiterin Nathalie Kompernaß verantwortlich. Sie zog am Donnerstag eine erste kleine Zwischenbilanz: „Das Angebot wird sehr gut angenommen.“

Seit Anfang Februar ist jeweils ein Diplom-Sozialarbeiter aus dem 16-köpfigen ASD-Team montags bis donnerstags von 8.30 bis 12 und 14 bis 16 Uhr sowie freitags von 8.30 bis 12 Uhr persönlich und telefonisch auf der 4. Etage des Rathauses erreichbar. „Schwerpunkt des Tagesdienstes sind Trennungssituationen. Wir bieten Eltern eine erste Orientierung und Hilfe, wenn es zum Beispiel um das Sorge- und Umgangsrecht geht“, sagt Nathalie Kompernaß. Wichtig für die Betroffenen sei es auch, Hinweise auf Beratungsstellen zu erhalten, wenn es darum geht, die Belastungen für die Kinder zu reduzieren und dafür professionelle Hilfe zu erhalten. „Viele kennen natürlich die Angebot von öffentlichen und freien Trägern nicht.“

Zeichnet sich ein intensiverer Beratungsbedarf ab, vereinbaren die ASD-Fachkräfte individuelle Termine und vertiefen die Unterstützung, auch unter Einbeziehung weiterer Fachkräfte.

„Unsere Kooperationspartner aus Schulen, der Polizei oder aus dem Gesundheitswesen beurteilen den schnellerer Zugang zu einer zentralen Rufnummer im Jugendamt sehr positiv, da eine optimalere Hilfe möglich ist.“ Es könne dadurch umgehend und transparent geklärt werden, welche Schritte zur Sicherstellung des Kinderschutzes notwendig seien. Außerdem sei der jetzt eingeführte Tagesdienst ein wesentliches Strukturmerkmal für eine qualitativ hochwertige Arbeit in der Beratung wie in der Gefahrenabwehr bei Kindeswohlgefährdung.

Im vergangenen Jahr hatte der Jugendhilfeausschuss beschlossen, die Stellenzahl für den Allgemeinen Sozialen Dienst um 1,5 Stellen aufzustocken, um den hohen Anforderung an den ASD gerecht zu werden. Befristet sind die Stellen auf zwei Jahre. „Wir dokumentieren unsere Arbeit natürlich genau und werden dem Ausschuss im nächsten Jahr eine Auswertung vorlegen. Dann wird man sehen, wie es weitergeht“, sagt Nathalie Kompernaß.

Von Martin Messy

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