Bewegung in Lüdenscheider Radszene

Alle Strecken in Lüdenscheid mit dem Rad - diese Frau beweist, dass es geht

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Stephanie König.

Lüdenscheid - Platz 106 von 106 möglichen Plätzen beim jüngsten Ranking des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs. Lüdenscheid ist offenbar weiterhin absolutes Kellerkind in puncto Fahrradfreundlichkeit. Nun beweist eine Lüdenscheiderin: Mit dem Fahrrad mobil zu sein, funktioniert trotzdem.

Platz 106 von 106 möglichen Plätzen beim jüngsten Ranking des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) – in Sachen Fahrradfreundlichkeit gehört Lüdenscheid offenbar weiterhin zu den absoluten Kellerkindern.

Ein Zustand, der aber nicht in Stein gemeißelt sein muss. Finden nicht wenige Bergstädter und zumindest auch Teile von Politik und Verwaltung. Diverse Vorstöße und Initiativen beweisen das. So tagt unter Führung der Stadtverwaltung bereits seit einigen Jahren in unregelmäßigen Abständen der Arbeitskreis Nahmobilität.

In dem Gremium versuchen Bürger und kommunale Fachkräfte die Situation von Fußgängern und Radfahrern in Lüdenscheid zu verbessern. Eines der größten Projekte der Arbeitskreis-Akteure: die Veröffentlichung eines Radstadtplans, der Pedaleuren sichere Weg weisen soll.

In den nächsten Wochen soll die Broschüre nun vorliegen. Maßgeblich mitgearbeitet an besagten Radstadtplan hat die Lüdenscheiderin Stephanie König. Die selbstständige Grafikerin macht sich dafür stark, das Fahrrad als alltagstaugliches Verkehrsmittel in der Bergstadt zu etablieren.

Sie legt beruflich wie privat fast alle Strecken mit dem Rad zurück, sieht in der Aufwertung des Radverkehrs auch eine Erhöhung der Lebensqualität. Sie wünscht sich neben allgemein günstigeren Perspektiven für Fahrradfahrer etwa mehr Rad-Parkplätze und kann sich für Lüdenscheid auch einen Radverkehrsbeauftragen sowie ein Repair-Cafe für defekte Räder vorstellen.

Einen plakativeren Kurs haben unterdessen bekanntlich Frank Theis und seine Mitstreiter eingeschlagen. Im Zuge der internationalen Critical-Mass-Bewegung initiieren sie kollektive Stadtfahrten per Rad – um für ihre Rechte als Verkehrsteilnehmer zu werben.

Ein ganz anderer Ansatz: Frederik Arens, Student der Fachhochschule Münster, erforscht im Rahmen seiner Abschlussarbeit die Radfahrer-Situation in Lüdenscheid. Der aus Büren bei Paderborn stammende Arens ist durch eine Anregung seiner Professorin auf die Lage in der Bergstadt aufmerksam geworden.

An einer von ihm zum Thema organisierten Befragung kann man noch bis zum 16. Juni teilnehmen.

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