Spannende Einblicke in die Bauarbeiten

Alle Fotos vom "Lost Place": Das passiert gerade im Rathaustunnel

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Carsten Spreemann, zuständiger Bauingenieur von Straßen.NRW, zeigt, wie tief der Graben für die neue Entwässerungsleitung ist.

Lüdenscheid – Anfang September hat die Sanierung des Rathaustunnels begonnen. Zur Zeit heißt es dort: Fels raus, Leitungen rein, denn im Tunnel werden Drainagen für die Entwässerung verlegt.

Die Bagger fördern das massive Gestein zu Tage, auf dem die beiden Röhren des Rathaustunnel vor gut 45 Jahren gebaut wurden. „Wir sind gerade dabei, neue Entwässerungsleitungen zu verlegen“, sagt der zuständige Bauingenieur Carsten Spreemann vom Landesbetrieb Straßen.NRW. 

Der Fels komme an den Seiten raus, die neuen Leitungen rein. Dabei kommen auch verrostete Stahlstreben zum Vorschein, übrigens nicht nur bei den alten Entwässerungsschienen, sondern auch in den Wänden. 

Blick in den Lüdenscheider Rathaustunnel

Der Beton an den Wänden wurde auf der gesamten Länge der ersten Röhre zwei bis vier Zentimeter mit einem Wasserdruck von 2500 Bar abgespritzt, um eine gleichmäßig aufgeraute Fläche zu haben, auf der der Korrosionsschutz und der Beton wieder neu aufgebracht werden können. 

Hier finden Sie alles zum Thema Rathaustunnel

Das geht nicht von jetzt auf gleich, denn im jahrzehntelang Verborgenen haben sich an den Seiten und an der Decke Risse im Gemäuer aufgetan. „Sie müssen freigestemmt und mit einem flüssigen Harz, der mit Hochdruck in die Risse gepumpt wird und aushärten muss, verfüllt werden. Dafür brauchen wir eine Temperatur von sechs bis acht Grad.“

Sperrung Mittwochnacht 

Die ist nicht immer gegeben, denn es zieht unangenehm im Tunnel, der von der Kölner Straße Richtung Altenaer Straße im ersten Drittel eine kleine Steigung ausweist. 

Bisher wurde die Entwässerung nur über eine Röhre vorgenommen, mit der Sanierung erhält nun jede Röhre auf der Länge von 360 Metern einen eigenen Abfluss mit jeweils einer Rinne, die verhindert, dass bei einem Havariefall Gase in die Hauptleitung dringen. 

Mittwochnacht werden beide Tunnelröhren von 23.45 bis 4.30 Uhr gesperrt, weil eine unterbrechungsfreie Stromversorgung umgelegt werden muss.

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