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Mitarbeiter kauft inkognito bei Aldi im MK ein - und beobachtet irre Szenen

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Von: Jan Schmitz

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Ein Aldi-Mitarbeiter hat am Dienstag nach Polizei-Angaben privat bei seinem Arbeitgeber eingekauft und wurde plötzlich Zeuge eines Zwischenfalls in einem Gang des Discounters. Er schritt ein.

Wie die Polizei im Märkischen Kreis mitteilte, ereignete sich der Vorfall am Dienstag gegen 10.30 Uhr im Aldi-Markt an der Altenaer Straße in Lüdenscheid. Ein Aldi-Mitarbeiter nutzte seine freie Zeit, um bei seinem Arbeitgeber einzukaufen (inkognito wie ein normaler Kunde), als er zwischen den Regalen eine verdächtige Szene beobachtete. Zwei Männer näherten sich gerade einem älteren Herrn.

NameAldi
Gründung1913 (unter dem Namen Aldi seit 1962)
SitzEssen (Aldi Nord); Mülheim a. d. Ruhr (Aldi Süd)
Mitarbeiterzahl77.661 (Aldi Nord) in 9 europäischen Ländern; 156.899 (Aldi Süd) in 11 Ländern weltweit

Der Aldi-Mitarbeiter sah, wie der Jüngere von beiden dem älteren Herren das Portemonnaie aus der Jackentasche zog, während sein mutmaßlicher Komplize versuchte, die Sicht auf das Opfer zu versperren und das Umfeld beobachtete. Als sie die Aldi-Mitarbeiter entdeckten, der sie beobachtete, überreichten sie dem Opfer die Geldbörse und behaupteten, dass ihm das Portemonnaie aus der Tasche gefallen sei. Umgehend flüchteten die Männer, schreibt die Polizei. Einer von ihnen stieg draußen in einen grauen Ford Focus mit ausländischem Kennzeichen. Der Wagen fuhr in Richtung Altena davon. Der zweite Mann ging zu Fuß in die andere Richtung.

Aldi im MK: Mitarbeiter, der privat im Aldi einkauft, beobachtet die mutmaßlichen Täter

Der Aldi-Mitarbeiter informierte die Polizei und lieferte folgende Beschreibungen: Der jüngere Mann wird auf etwa 25 geschätzt. Er ist nur rund 1,60 Meter groß, hat dunkle, kurze Haare, trug beigefarbene Jacke und dunkle Hose. Sein Begleiter dürfte etwa zehn Jahre älter sein. Er trug eine dunkle Jacke und eine Brusttasche. Der Senior wollte nicht auf die Polizei warten und verließ den Aldi-Markt. Eine sofort eingeleitete Nahbereichsfahndung der Polizei nach den Tatverdächtigen verlief ohne Erfolg.

Am Dienstag gegen 13 Uhr waren die Diebe erfolgreicher. In einem Aldi-Discounter an der Bräuckenstraße in Lüdenscheid bestahlen sie eine 54-jährige Frau. Sie hatte das Geschäft gegen 13 Uhr betreten und bemerkte zehn Minuten später, dass ihre Handtasche offen stand und das Portemonnaie fehlte. Darin steckten mehrere Bankkarten, diverse Kunden- und Versichertenkarten, Bargeld sowie Papiere. Besonders ärgerlich: Mit einer der gestohlenen Bankkarten wurde postwendend Geld von einem Automaten der Sparkasse Lüdenscheid an der Werdohler Straße abgehoben.

Aldi, Lidl, Netto und Co.: Immer wieder schlagen Diebe beim Einkaufen zu

Taschendiebe sind seit mehreren Monaten in Discountern wie Lidl, Aldi und Netto aktiv. Immer wieder kommt es zu Vorfällen, bei denen die Gefahr unterschätzt haben. Eine Frau machte einen Fehler im Lidl, den sie bitter bereute. In Lüdenscheid gab es im Lidl einen weiteren Vorfall. Auch im Aldi in Lüdenscheid kam es zu Übergriffen.

Polizei erneuert dringende Warnung vor Taschendieben

Die Polizei schreibt, dass viele Kunden die Warnungen der Polizei offenbar immer noch auf die leichte Schulter nehmen. Die Polizei warnt derzeit wieder dringend vor Taschendieben, die insbesondere in Discountern wie Aldi, Lidl und Netto im gesamten Kreisgebiet nach Opfern Ausschau halten. Kunden sollten keinesfalls ihre Handtaschen mitsamt Geldbörse in den Einkaufskorb stellen. So können die Täter am einfachsten zugreifen, denn niemand behält seinen Wagen beim Suchen nach Ware immer im Blick. Aber auch offene Jacken-Außentaschen bieten keinen ausreichenden Schutz.

Warnung vor fatalem Fehler: Niemals die PIN auf die Bankkarte schreiben

Kunden sollten Wertsachen stattdessen möglichst dicht am Körper tragen. Oft gehen die Täter zu zweit vor und reichen die Beute blitzschnell weiter. Der zweite fatale Fehler, den viele machen: Sich die Pin mit ins Portemonnaie zu stecken - vielleicht sogar noch mit Folienstift auf die Karte geschrieben. Immer wieder waren die Diebe dann mit der Karte bereits am nächsten Geldautomaten, bevor die Opfer den Diebstahl überhaupt bemerkt haben. Zu dem finanziellen Verlust kommt die Rennerei, um Karten und Dokumente wieder zu besorgen, heißt es im Bericht der Polizei.

Zeugen der beiden aktuellen Fälle im Aldi in Lüdenscheid werden gebeten, sich mit der Lüdenscheider Wache in Verbindung zu setzen, Tel. 02351/90990.

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