Albert-Schweitzer-Hauptschule schließt: „Schmerzlicher Beschluss“

Lüdenscheid - Die Albert-Schweitzer-Hauptschule soll spätestens im Sommer 2014 schließen. Einstimmig fasste der städtische Schulausschuss diese Beschlussempfehlung für den Stadtrat am 28. November am Dienstagabend in der neuen Staberger Pausenhalle.

„Wir wissen, dass das für diese Schule, an der Lehrer wie Eltern großen Einsatz gezeigt haben, eine sehr leidvolle Erfahrung ist, wenn sie von den Eltern trotzdem nicht mehr ausreichend angenommen wird“, sagte Fachbereichsleiter Dr. Wolfgang Schröder. Der Ausschuss beuge sich aber dem Elternrecht, für ihre Kinder die Schulform auszuwählen, die sie sich wünschen.

Der Abbau der ASH, die 2014 in der Ganztagshauptschule Stadtpark aufgeht, beginnt somit im nächsten Sommer, wenn sie keine neuen Schüler mehr aufnehmen darf. Ausdrücklich wies der Auschussvorsitzende Jens Voß darauf hin, dass in Zukunft auch die grundsätzliche Möglichkeit zur Gründung einer Sekundarschule in Lüdenscheid bestehe.

Neue Schulsozialarbeiter auf 3,5 Stellen sollen bereits zum neuen Jahr in Lüdenscheid die Arbeit aufnehmen – wie berichtet, sind zwei Stellen für die Grundschulen und 1,5 für Realschulen und Gymnasien vorgesehen. Durch die Regelung, dass die künftigen Kräfte, deren Ausschreibungen bereits vorbereitet sind, nicht an Schulen arbeiten dürfen, die schon Sozialarbeiter haben, sah Rolf Breucker (SPD) diese Schulen benachteiligt: „Wer sich bisher schon auf Kosten von Lehrerstellen um diese Arbeit bemüht hat, wird damit bestraft“, bestätigte Dr. Schröder. Doch das Verbot der Doppelbelegung verbiete andere Lösungen. „Das finde ich auch richtig“, sagte Karl Otto Hüsken, Vorstand der Stadtschulpflegschaft. Denn die von Sozialarbeitern besetzten Lehrerstellen an den Schulen könnten ohnehin nicht regulär besetzt werden. Die 3,5 Zeitstellen sollten für die Schulen da sein, „die nichts haben“. Für rund 3500 Schüler seien sie ohnehin nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Jens Voß wies darauf hin, dass die neuen Stellen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket bereits Ende 2013 auslaufen. „Dann ist es natürlich gewünscht, dass das weitergeht“, zumal Schulsozialarbeit langfristig angelegt sei. Hier sieht Voß aber weiter Bund und Land in der Pflicht: „Die Stadt wird das nicht leisten können.“ - hgm

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