Kriminalitätstatistik: Anstieg bei Raubüberfällen

Lüdenscheid - Die Rauschgiftdelikte und Raubüberfälle sowie Diebstähle von Autos haben im vergangenen Jahr in Lüdenscheid stark zugenommen. Das weist die Kriminalitätsstatistik des Landeskriminalamtes für 2014 aus, die am Mittwoch in Iserlohn vorgestellt wurde.

Unterm Strich stehen 5919 Straftaten 5555 im Jahr 2013 gegenüber. Einher geht mit der Zunahme der verschiedenen Delikte um 6,55 Prozent ein Anstieg der Aufklärungsquote um 4,5 auf 53,7 Prozent.

Die Kriminalhäufigkeitszahl liegt für Lüdenscheid bei 8116. Sie ergibt sich aus der Zahl der bekannt gewordenen Fälle insgesamt bezogen auf die Einwohnerzahl, heißt es in dem Bericht, und drückt die durch die Kriminalität verursachte Gefährdung aus.

Lüdenscheid liege wie Iserlohn als größere Stadt mit ihrem Wert zwar an der Spitze im Märkischen Kreis, aber weiterhin unter dem Landesdurchschnitt.

Ein Blick auf die verschiedenen Delikte zeigt, in welchen Bereichen es am meisten gebrannt hat über das Jahr 2014: 41 Raubüberfälle wurden aufgenommen, 14 mehr als 2014. Knapp die Hälfte klärte die Polizei auf.

434 Rauschgiftdelikte gegenüber 225 haben die Statistiker zudem festgehalten. Die Aufklärungsquote war mit gut 90 Prozent hoch. Heraus ragt aus dem Bericht eine weitere Zahl, die sich auf den Diebstahl von Fahrzeugen bezieht: Hier langten die Täter 28 Mal zu, ein Jahr zuvor waren es nur 11 Fälle.

Drei Straftaten gegen das Leben – darunter fallen verschiedene Tötungsdelikte, deren rechtliche Bewertung der Staatsanwaltschaft obliegt –, weist die Statistik aus, so viele waren es auch 2013. Alle wurden aufgeklärt.

36 Sexualdelikten gingen die Polizeibeamten nach. Darunter waren acht Vergewaltigungen und acht sexuelle Missbräuche von Kindern, die ebenfalls allesamt aufgeklärt wurden.

Einen Anstieg von 606 auf 656 gab es bei den Körperverletzungen, darunter waren 158 gefährliche beziehungsweise schwere Übergriffe, die zu gut 80 Prozent zur Verhaftung der Täter führten.

252 Wohnungseinbruchsdiebstähle, davon 97 am hellichten Tag, verzeichneten die Statistiker, ein Plus von 16 Prozent. Die Diebstähle an oder aus Autos nahmen mit 335 um 71 ab. Vermögens- und Fälschungsdelikte – insgesamt 856 – nahmen leicht ab, ebenso Sachbeschädigungen (599). Die Fälle der Straßenkriminalität gingen auf 1181 leicht zurück, die der Computerkriminalität (114) dagegen um knapp 40 Prozent.

Drei Viertel der Täter waren 21 Jahre und älter, jeweils zehn Prozent zwischen 14 und 21, drei Prozent unter 14.

Von Martin Messy

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