Aktiontag unter dem Motto: "Mit Diabetes leben lernen"

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Sarah und Jonas aus der Wohngruppe Jules Verne, stehend Thomas Meermann (Förderverein), Michael Langhals und Uwe Scharf (von links).

Lüdenscheid - Eine Weltmeisterin im Kickboxen und ein Diabetes-Spürhund – das sind die Highlights eines Aktionstages im Zentrum für jugendliche Diabetiker am 25. Oktober. Das Haus will sich noch weiter nach außen öffnen und das Thema Diabetes stärker in den Blickpunkt rücken.

Denn das Leitmotiv „Mit Diabetes leben lernen“ gilt angesichts der Verbreitung der Erkrankung nicht allein für die fast 60, meist jungen Bewohner der Einrichtung am Danziger Weg. Uwe Scharf, Geschäftsführer in Lüdenscheid und der Schwestereinrichtung im thüringischen Apolda und Michael Langhals als stellvertretender Leiter sehen das Haus nicht nur als Wohneinrichtung, sondern auch als Kompetenzzentrum: „Wir wollen Diabetiker aus Lüdenscheid ansprechen und ins Haus holen“, sagt Scherf im LN-Gespräch.

Die Initiative für diesen ersten Diabetes-Tag geht aus vom Förderverein, für den der stellvertretende Vorsitzende, Thomas Meermann, hofft, dass es gelingt, auch neue Mitglieder zu werben – nicht allein des Jahresbeitrags (30 Euro) wegen, sondern vielmehr als Multiplikatoren für die wichtige Arbeit, die unter dem Dach des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbands und schon seit mehr als 30 Jahren in Lüdenscheid geleistet wird.

Dieser Arbeit hat sich auch Anja Renfordt verschrieben, die sich im Zentrum und nach außen als Botschafterin engagiert. Die Kampfsportlerin und Physiotherapeutin ist selbst Typ-1-Diabetikerin und lebt die Erkenntnis, dass auch mit der Krankheit ein selbstbestimmtes Leben möglich ist, wenn man mit ihr umgehen kann. Und Renfordt bringt auch den weiteren heimlichen „Star“ des Diabetes-Tages mit: „Candy“ ist ein „Diabog“, ein Hund, der auf die Unterstützung seiner Besitzerin trainiert ist. Diabetes-Spürhunde reagieren über ihren Geruchssinn hochsensibel auf den gesundheitlichen Zustand des Besitzers, warnen bei Unterzuckerung und holen bei Bedarf das Notfallpaket.

Am Programm des 25. Oktober wird noch gefeilt, einige Eckpunkte stehen aber schon fest: Führungen durchs Haus, Gespräche mit den Bewohnern, pharmazeutische Ausstellung, Fachvorträge und Leckeres aus der Küche – nicht zuletzt, um auf diesem Weg zu dokumentieren, dass Essen und Trinken auch mit Diabetes etwas völlig Normales ist.  - von Florian Hesse

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