Aktionstag „Begegnet in Lüdenscheid“

Sozialpädagogin und Kunsttherapeutin Brigitte Gentz (links) und Monika Schwanz (ehrenamtliche Behindertenbeauftragte) haben ein Kunstprojekt für den Aktionstag vorbereitet.

Lüdenscheid - Die Vorbereitungsphase war lang und anstrengend, aber das, was am Samstag beim Aktionstag im Stern-Center geboten wird, bietet Themen, Spiele, Informationen für alle Altersgruppen, für Menschen mit und ohne Behinderungen. Eröffnung ist um 11 Uhr.

Am Donnerstag informierte die ehrenamtliche Behindertenbeauftragte Monika Schwanz die Mitglieder der Interessenvertretung über letzte Änderungen. Ärgerlich für die Aktiven ist vor allem, dass kurzfristig ausgerechnet der Firmenmitarbeiter abgesagt hat, der das Rewolk-Exoskelett vorstellen wollte. Die technische Apparatur, die gelähmten Menschen einen aufrechten Gang ermöglicht, sollte ein Magnet sein; die Enttäuschung war groß.

Der übrige Rahmen inklusive eines Bühnenprogramms mit Interviews und musikalischen Auftritten im Wechsel ist hingegen gesichert und verspricht abwechslungsreiche Aspekte zum Oberthema „Begegnet in...“. Das ist, wie in jedem Jahr, von der „Aktion Mensch“ vorgegeben, die Aktivitäten heute fördert.

Zentraler Punkt heute ist eine Kunstaktion, für die Monika Schwanz die Lüdenscheider Sozialpädagogin und Kunsttherapeutin Brigitte Gentz gewinnen konnte. Der Mal-Stand steht neben der Kundeninfo im Stern-Center. Dabei gilt es, 20 große und 200 kleine Puzzleteile zu bemalen. Der Phantasie seien keine Grenzen gesetzt, hieß es. Jedes fertige Puzzleteil werde gleich eingefügt. Alle zusammen sollen ein buntes Bild von 1,60 mal 2,40 Meter ergeben. Ein Platz zum Aufhängen ist nach schwieriger Suche gefunden: hinten rechts im Bürgeramt. Das Problem war auch hier der Brandschutz. Die Teile müssen noch besprüht und so schwer entflammbar gemacht werden. Brandschutzvorschriften verhinderten übrigens auch, dass im Stern-Center Waffeln gebacken und verkauft werden dürften, hieß es. Monika Schwanz seufzte: „Ich kann’s langsam nicht mehr hören. Wir sind immer die Verlierer.“ - sum

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