Aktionstag: „Seien Sie weiterhin lästig“

Der Werkstattchor der Märkischen Werkstätten hat die Bühne im Stern-Center gerockt.

Lüdenscheid - „Schon viel erreicht. Noch viel mehr vor“: Unter diesem Motto stand der Aktionstag der Interessenvertretung für Menschen mit Behinderung, der am Samstag im Stern-Center stattfand und durch die Aktion Mensch gefördert wurde.

Vom Blinden- und Sehbehindertenverein Westfalen bis hin zum Sozialverband VdK konnten alle in der Interessenvertretung organisierten Gruppen sich und ihre Arbeit einem breiten Publikum vorstellen. Um 11 Uhr hatten Bürgermeister Dieter Dzewas, die stellvertretende ehrenamtliche Behindertenbeauftragte Monika Schwanz und Moderator Thomas Gnatowksi den Aktionstag offiziell eröffnet. In seiner Rede betonte Bürgermeister Dzewas, dass das Thema Inklusion zurzeit ausführlich diskutiert werde. „Sie sind die Experten, die wissen, was das konkret bedeutet.“ In diesem Zusammenhang lobte der Verwaltungschef die Arbeit der Interessenvertretung ausdrücklich: „Dieser Beirat nimmt seine Aufgaben ernst. Seien sie daher weiterhin lästig“. Als wichtige Projekte, die in Zukunft realisiert werden sollen, nannte Dieter Dzewas den barrierefreien Ausbau der Musik- und der Volkshochschule.

Aktionstag der Interessenvertretung für Menschen mit Behinderung

Neben den vielen Gesprächen an den Ständen stand auch die Unterhaltung der Besucher im Vordergrund. Den Auftakt machte die Musikband „Eygelb“ der Lebenshilfe. Weiter ging es mit einem Beitrag des Johannes-Busch-Hauses: „Rückengymnastik mit Warm up“ stand auf dem Programm. Dem Werkstattchor der Märkischen Werkstätten oblag es dann, die Bühne im Stern-Center so richtig zu rocken. Markus Hartkopf hatte drei echte Kracher einstudiert. Neben „Ein Stern“ und der Sauerland-Hymne von Zoff spielte der Werkstattchor als Zugabe noch „Country Roads“. Mit dem „Inklusions-Blues“ war auch noch ein selbst geschriebenes Stück im Repertoire. Mit von der Partie waren auch die Ballettgruppe aus dem Schneckenhaus und die Musikschule „Grenzenlos“. Im Untergeschoss des Centers hatte der Kreisverband MK für Körper- und Mehrfachbehinderte einen Rolli-Parcours aufgebaut. Jeder war dazu eingeladen, sich einmal selbst in einen Rollstuhl zu setzen und die Strecke über Rampen und an Pylonen vorbei zu meistern.

Im Laufe des Aktionstages besuchte Moderator Tommy Gnatowski jeden Stand und stellte die Gruppen der Interessenvertretung vor. Dietmar Klebon vom Interessenverband für Unfallverletzte im Märkischen Kreis war einer von ihnen. Die Initiative wurde 1993 gegründet. Menschen, die einen Unfall erlitten haben, sollen medizinisch versorgt und sozial betreut werden. Auch wenn das Thema Inklusion in vielen Bereichen vorangekommen ist, bleibt noch einiges zu tun: Dieser Ansicht war auch Thomas Cordt vom Evangelischen Johanneswerk, der die Vorschläge der Teilnehmer sammelte. - jw

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