Aktionstag-Pläne fürs Stern-Center

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Das Stern-Center in Lüdenscheid: Dort könnte bald der Aktionstag der Menschen mit Behinderungen stattfinden.

 LÜDENSCHEID. Der alljährliche Aktionstag der Menschen mit Behinderungen könnte 2014 im Stern-Center über die Bühne gehen. Das diskutierte die Interessenvertretung jetzt. Neben diversen Vorteilen – Wetterunabhängigkeit, Organisation von Auf- und Abbau, einheitliches Erscheinungsbild – beinhaltet diese Lösung aber die Bedingung, dass die Stände während der Center-Öffnungszeiten besetzt sind.

Ob die einzelnen Gruppen eine durchgehende Standbesetzung von 10 bis 20 Uhr gewährleisten können, ist nun Gegenstand einer Umfrage unter den Beteiligten. Ein großer Vorteil liege aber auf der Hand, betonte die stellvertretende Vorsitzende Monika Schwanz bei der Sitzung am Donnerstag: „Im Stern-Center wären wir aus der Wagenburg raus und die Leute müssen an uns vorbei.“

Denn auch das sei eine Art von Barriere, findet sie, wenn man sich, wie zuletzt auf dem Sternplatz, sozusagen als geschlossene Gemeinschaft präsentiere. Auf der nächsten Sitzung muss die Entscheidung fallen; der 26. April als Aktionstags-Termin ist bis September reserviert. Ein weiteres, langfristig zu planendes Thema stand mit dem „Behindertenführer“ auf der Tagesordnung.

Hier sprach sich die Versammlung einstimmig dafür aus, ein Vorprojekt bei der „Aktion Mensch“ zu beantragen, mit denen eine „Vernetzung“ unter dem Arbeitstitel „Behindertenführer“ finanziell unterstützt wird. Ziel sei ein Kooperationsvertrag möglichst vieler Gruppen. Den Eigenanteil in Höhe von 25 Prozent könne man durch die Nutzung von Personalressourcen stellen, zeigte sich Thomas Cordt (Johannes-Busch-Haus) zuversichtlich. Für den Behindertenführer selbst könne man dann nochmals einen Zuschussantrag stellen.

Wenig Unterschriften für barrierefreie VHS Enttäuscht zeigte sich der ehrenamtliche Behindertenbeauftragte Klaus-Martin Pandikow vom Ergebnis der Unterschriftenaktion „Barrierefreie VHS“. Die Oberstadt-Händler machten vor, wie man erfolgreich um Unterschriften für den VHS-Verbleib werbe. Das, so der Tenor, gehe aber nur auf Kosten der Barrierefreiheit. Auch in den Köpfen gelte es noch viele Barrieren zu beseitigen. Die Liste will man dem Bürgermeister übergeben.

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