Hermann Hinrichs bei den Lüdenscheider Nachrichten

Aktion "Reportertausch": Eine Woche Sauerland statt Emsland

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Hermann Hinrichs von der Ems-Zeitung arbeitet für eine Woche bei den Lüdenscheider Nachrichten.

Lüdenscheid - Den Redaktionsalltag in Papenburg (Landkreis Emsland) für eine Woche hinter mir lassen, etwas Neues sehen, erleben und darüber berichten – darum bin ich, Hermann Hinrichs (44), jetzt hier in Lüdenscheid,bei den LN.

Ich habe also mit meinem Wunsch, im Zuge der Aktion „#ReporterTausch2018“ nach Lüdenscheid zu kommen, offenbar ins Schwarze getroffen.

Gleiches gilt aber auch für meinen eigentlichen Job bei der Ems-Zeitung in Papenburg. Unser Redaktionsteam produziert von dort den Lokalteil für das gesamte nördliche Emsland und liefert zuweilen auch Beiträge für den überregionalen Teil der Neuen Osnabrücker Zeitung, zu deren Verlag auch die Ems-Zeitung gehört.

Dazu zählt beispielsweise alles rund um die Meyer Werft, die mit ihren Schiffsneubauten für Kreuzfahrt-Reedereien immer wieder auch deutschlandweit für Schlagzeilen sorgt. Aber im nördlichen Emsland gibt es noch mehr mit einem gewissen Bekanntheitsgrad: in der Stadt Werlte werden die Sattelauflieger der Firma Krone gebaut und in Lathen befindet sich schon seit langem die mittlerweile stillgelegte Versuchsstrecke für die Magnetschwebebahn Transrapid.

Seit elf Jahren als Redakteur im Emsland tätig

Seit nunmehr elf Jahren bin ich daran beteiligt, als Redakteur und in den vergangenen drei Jahren vor allem als sogenannter Blattmacher und stellvertretender Redaktionsleiter, unsere Leser mit Nachrichten, Hintergründen und Interessantem aus der Region zu versorgen – eine ebenso spannende wie vielfältige Aufgabe, die immer wieder aufs Neue Überraschungen bereit hält.

Davor hatte ich einen ganz anderen Beruf: Etwa sechs Jahre war ich als Landwirt auf dem elterlichen Betrieb in einem kleinen Dorf direkt an der Grenze zu den Niederlanden tätig.

Auf dem Hof lebe ich zwar immer noch, doch vor gut 16 Jahren habe ich den Job an den Nagel gehängt, Agrarwissenschaften studiert und später bei der Neuen Osnabrücker Zeitung meine Ausbildung zum Redakteur (Volontariat) absolviert.

Eine glückliche Fügung verschlug mich schließlich wieder in meine geliebte Heimatregion, wo ich nun mit meiner Frau und meinen drei Kindern lebe.

Ich bin mir sicher, dass viele Lüdenscheider ihre Stadt und das Umland ebenfalls als ihre liebenswerte Heimat zu schätzen wissen. Für mich wird es in den kommenden Tagen an dem sein, Lüdenscheid aus der Sicht eines unvoreingenommen Beobachters einem „Stresstest“ zu unterziehen – was ist gut gelungen, was eher schlecht und was ist mittelprächtig? Entstehen sollen daraus drei Berichte, die von Donnerstag bis Samstag in dieser Zeitung veröffentlicht werden. - Von Hermann Hinrichs

Darum geht es bei der Aktion "ReporterTausch"

Der „#ReporterTausch2018“ ist eine Aktion des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV). Medienhäuser tauschen in dieser Woche für fünf Erscheinungstage Reporterinnen und Reporter.

Die Teilnehmer kommen in Lokalredaktionen in einer fremden Region zum Einsatz. An der Aktion nehmen 55 Redakteurinnen und Redakteure von 29 Zeitungen aus ganz Deutschland teil.

LN-Redakteur Olaf Moos arbeitet etwa für fünf Tage bei den Nürnberger Nachrichten in Neumarkt in der Oberpfalz.

Das Projekt beruht auf der Aktion „#ReporterTausch 2016“, an der sechs Zeitungshäuser beteiligt waren. Die Idee zu der Aktion war von den Chefredakteuren Jost Lübben, Stefan Kläsener, Michael Bröcker, Ralf Geisenhanslüke und Horst Seidenfaden unter Federführung von Dr. Wolfram Kiwit nach einem gemeinsamen einwöchigen Einsatz als Lokaljournalisten auf der Insel Föhr entwickelt worden.

„Der fremde Blick tut dem Lokaljournalismus gut. Leserinnen und Leser freuen sich darüber, dass ein neuer, neugieriger Reporter das vor Ort hinlänglich Bekannte und vielleicht schon oft Erzählte mit anderen Augen sieht. Und eine neue Geschichte erzählt. Profis, die sich in ihrem Revier bestens auskennen, sind wichtig. Ohne sie geht Qualitätsjournalismus nicht.

Der fremde Blick öffnet neue Perspektiven

Aber der fremde Blick hat auch seinen Reiz. Er eröffnet neue Perspektiven und bietet vielleicht auch manche Überraschung, die eine Zeitung, ein Web-Angebot persönlich und lebendig machen“, lautete ihre Erfahrung.

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) vertritt seit seiner Gründung 1954 in Bonn als Spitzenorganisation die Interessen der Zeitungsverlage in Deutschland. Mit ihren Print- und Digitalausgaben sowie über die Websites erreichen die Zeitungen in Deutschland täglich mehr als 50 Millionen Menschen. Damit ist Deutschland der größte Zeitungsmarkt Europas und der fünftgrößte der Welt.

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