Mehr als nur ein Gebäude

Mit einem interessanten Mix aus Zauberei und naturwissenschaftlichen Experimenten hat Jean Pütz das Publikum unterhalten. - Fotos: Wieschmann

Lüdenscheid - So langsam nimmt die Denkfabrik konkrete Formen an und verändert das Gesicht der Stadt mehr als deutlich. Am Samstag konnten sich alle Bürgerinnen und Bürger während einer Tour „Quer durchs Quartier“ über den Baufortschritt der einzelnen Projekte informieren.

Auf dem Sternplatz standen die Stadtplaner Lars Bursian und Karsten Hoeing bereit, um alle Fragen rund um die Denkfabrik zu beantworten. Gleich zu Beginn der Führung räumte Lars Bursian mit einem weit verbreiteten Missverständnis auf: „Nein, die Denkfabrik ist weder ein Gebäude, noch handelt es sich dabei allein um die Phänomenta.“ Stattdessen entsteht mit Hilfe von Fördergeldern aus Nordrhein-Westfalen, dem Bund und der Europäischen Union bis Ende 2015 ein neu gestalteter Bereich rund um das Bahnhofsgelände. Das Ziel: „Lüdenscheid fit zu machen für die Zukunft“, so Karsten Hoeing. Die um einen Anbau erweiterte und neu gestaltete Ausstellung der Phänomenta und das geplante Technikzentrum sollen vor allem junge Menschen für die Berufsfelder der heimischen Produktionsbetriebe begeistern. Im Zuge der Regionale 2013 wird noch an vielen Stellen gebaut und ordentlich Material bewegt. Fertiggestellt ist hingegen der Quartiersplatz rund um die Knapper Schule. „Ursprünglich war dies mal eine asphaltierte Fläche mit einem Parkplatz und drei Wackelpferden“ so Diplom-Ingenieur Friedhelm Ebbinghaus. Zudem hätten die Kinder mit Pflastersteinen die Scheiben eingeworfen. Nach der erfolgreichen Umgestaltung gibt es nun ein Fußballfeld, einen Kletterparcours und eine Rutsche. „Zudem sind mit den Kindern und Jugendlichen auch diejenigen in das Projekt einbezogen worden, die es am Ende auch betrifft“, so Ebbinghaus.

"Quer durchs Quartier"

So war es auch beim „Tunnel des Lichts“; eine Station, die von den Besuchergruppen gleich zu Beginn der Tour „Quer durchs Quartier“ angesteuert wurde. Die Unterführung am Sauerfeld wurde mit einem neuen Lichtkonzept und Ornamenten ausgestattet. Mit Hilfe zweier Künstlerinnen und Jugendbüro-Mitarbeiterin Julia Wilkens haben die Jugendlichen „ein Stück Lüdenscheid“ nach eigenen Vorstellungen gestaltet. Die Bemühungen haben im Übrigen am vergangenen Freitag zu einem dritten Platz beim Jugendkulturpreis NRW geführt. „Ich habe einen großen Respekt davor, dass die Jugendlichen die Zeit investiert haben“, so Wilkens.

Von Jari Wieschmann

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