Aktion: Familienfreundlichkeit von Unternehmen

+
Zum Internationalen Tag der Familie beschäftigten sich auf Einladung des Lokalen Bündnisses für Familie verschiedene Institutionen mit der Familienfreundlichkeit von Unternehmen – und zwar am Beispiel der Busch-Jaeger Elektro GmbH.

Lüdenscheid - Der Wiedereinstieg nach der Elternzeit. Eine flexible Arbeitszeit-Gestaltung. Oder eine familienbedingte Auszeit auch für Führungskräfte – es gibt viele Faktoren, die ein Unternehmen familienfreundlicher machen können. Doch wie ist der aktuelle Status quo in heimischen Betrieben, welche Ideen gibt es und was muss noch verbessert werden? Diese und andere Fragen standen im Mittelpunkt einer Aktion, zu der sich am Dienstag verschiedene Institutionen bei der Busch-Jaeger Elektro GmbH trafen.

Anlässlich des Internationalen Tags der Familie hatte das Kompetenzzentrum Frau & Beruf von der „agentur mark“ in Zusammenarbeit mit dem Lokalen Bündnis in Lüdenscheid in das Traditionsunternehmen am Freisenberg eingeladen, um an seinem Beispiel über die Familienfreundlichkeit von Unternehmen zu sprechen. Denn Busch-Jaeger gehörte in diesem Jahr zu den zwölf Betrieben in der Märkischen Region, die sich um das gleichnamige Prädikat beworben haben.

Wie es dazu kam, was es für das Unternehmen bedeutet und welche Konsequenzen man daraus für die Zukunft ziehen möchte, erläuterte Karsten Adenauer, Leiter der Personal-Abteilung. Für das Unternehmen sei die Zertifizierung der nächste logische Schritt und – in Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels – nicht zuletzt ein wichtiges Imagesignal. Er betonte jedoch auch, dass es für Familienfreundlichkeit keine Einzellösung gebe: „Familienfreundlichkeit ist mehr als nur ein Weg, ein Thema, das nie enden wird und das kontinuierlich weiterentwickelt werden muss.“

Dass es dabei immer wichtig sei, in ein Unternehmen /eine Institution hineinzuhören, sich immer wieder den Ist-Zustand vor Augen zu halten und neue Prozesse anzustoßen, das erläuterte auch Wiebke Grüne als Vertreterin des Lokalen Bündnisses sowie als Gleichstellungsbeauftragte. Denn auch die Stadt Lüdenscheid ziehe es in Erwägung, sich um die Zertifizierung zu bemühen. Bürgermeister Dieter Dzewas betonte in diesem Zusammenhang, dass man dabei schon immer auf die Zusammenarbeit mit Partnern gesetzt habe, um den hohen Stellenwert von Familien in der Stadt entsprechend wertzuschätzen.

Dass das Prädikat „Familienfreundliches Unternehmen“ in Zukunft durchaus an Bedeutung gewinnen werde, machten Karin Käppel, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit in Iserlohn, sowie Tobias Rau von der SIHK zu Hagen anhand verschiedener Zahlen deutlich. Schon jetzt sei der Fachkräftemangel spürbar, die Tendenz „beunruhigend“. Nur mit entsprechenden attraktiven Angeboten und Lösungen könnten Unternehmen dem entgegen wirken. „Hier ist noch ein großer Handlungsbedarf“, so Käppel. Dessen waren sich am Ende auch alle anderen Gesprächsteilnehmer bewusst: „Wir sind auf einem guten Weg, aber es gibt noch viel zu tun.“ - Kerstin Zacharias

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare