Von Hagen nach Mallorca und zurück

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Ein spannender Klangteppich entwickelte sich während des Hörspiels.

Lüdenscheid - „Wir nehmen sie jetzt mit auf eine kleine Reise“ – ein Hörspiel live in Dunkelheit. Die Akteure der Integrativen Kulturwerkstatt Alte Schule saßen im Kreis in der Mitte des Raumes, umgeben von ihrer Zuhörerschaft. Los ging die Reise im Zug nach Hagen, in dem sich jeden Morgen die gleichen Menschen begegnen. Kartenkontrolle und Müdigkeit, belanglose Gespräche – und plötzlich nimmt die Reise mit dem Eintritt einer Unbekannten einen anderen Verlauf.

Ab in den Hubschrauber: „Nächste Station Mallorca!“ Lasagne zwischen Olivenbäumen, Sonnenuntergang im Süden, kurze Gespräche mit dem Esel. Meeresrauschen. „Nächste Station Hagen!“ Die erstaunten Passagiere wähnten sich im gleichen Traum. Das unbekannte Mädchen aber hat keiner mehr gesehen. Zur Rahmenhandlung gab es allerlei hand- wie mundgemachte Geräusche der acht Akteure, die ihr Publikum auf die Reise mitnahmen.

Die Idee zu diesem Hörspiel hatte Anna Renner, die nun am Ende ihres freiwilligen sozialen Jahres im Bereich Kultur steht bereits im September vergangenen Jahres. Schon einmal hatte sie ein Hörbuch gemacht. Für das eigenständige Projekt, das sie am Ende des freiwilligen sozialen Jahres aufzulegen hatte, suchte sie sich den Kleinen Prinzen aus, wollte ihn vertonen, kam dann zu einer eigenständigen Weiterführung des Grundmotivs, schuf so die Figur des unbekannten Mädchens, das die Passagiere im Zug mitgenommen hat. Ausstrahlung und Lebensfreude eines Menschen stecken an. Hier, in Anna Renners Rahmenhandlung, entwickelten die Akteure gemeinsam mit ihr nicht nur das Geschehen, sondern auch die Art und Weise, wie welche Geräusche erzeugt werden können. „So haben sich die spannenden Geräuschteppiche entwickelt“, berichtete Renner im Gespräch. Für die Aufführung ging man ab von der Idee, in einen größeren Raum zu gehen, ging in den für diesen Zweck idealen Keller des Kleinen Prinzen.

Ermöglicht wurde dieses Vorhaben durch eine Förderung von „Jugend hilft“, einem Projekt von „Children for a better world.“ Darüber hinaus kooperierten die Integrative Kulturwerkstatt Alte Schule, das Johannes-Busch-Haus des Evangelischen Johanneiswerks, das Café Kleiner Prinz und das Atelier Franke. Überraschend war für Anna Renner, wie schnell sich bei den Akteuren Zögern in Freude und Begeisterung wandelte. „Viel Liebe zu den Menschen“ wird sie mitnehmen auf ihrem Weg ins Studium. Bereichert durch „so viele schöne persönliche Erfahrungen mit Behinderten“, zudem „geben die so viel Zuversicht und positive Energie“, geht es für sie schon bald weg von Lüdenscheid. - usc

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