Aida gibt im Rahaus jetzt den Takt an

Für die mehr als 1000 Stadt-Beschäftigten gibt es jetzt ein neues Zeitmanagement namens Aida.

LÜDENSCHEID - „Wir sind froh, dass wir die zweijährige Zettelwirtschaft endlich los sind – dank Aida!“ Aggi Thieme, Leiterin des Amtes für Organisation und IT, ist froh über die gerade erfolgte Einführung des neuen Zeitmanagements im Rathaus.

Die Software mit dem wohlklingendem Namen ging nach zweiwöchiger Testphase am 2. Januar an den Start. Sie löste das „P & I“-System ab, mit dem die Verwaltung nicht zufrieden war, weil es die ursprünglich gestellten Anforderungen an ein modernes Managementsystem für Arbeitszeiten nicht erfüllen konnte. P & I habe man ursprünglich auch gar nicht bestellt, sondern sei daran gekommen, weil seinerzeit die Firma des eigentlichen Auftragnehmers als Einzelbetrieb von einem Konzern übernommen worden war, der daraufhin seine Software im Rathaus installierte.

Die aber zeigte nicht in der Lage, die vielfach eingehenden Daten automatisiert einzuarbeiten, wie es jetzt Aida kann. Aggi Thieme nannte auf Nachfrage Beispiele: „Überstunden werden für das Personalamt jetzt direkt berechnet, ebenso Samstags- oder Sonntagsarbeit.“ Vor allem können sich laut Thieme jetzt alle Außendienstler über ihr Handy vom Einsatzort an- oder abmelden. Bisher mussten sie entweder ins Rathaus zurück, um dort ihre Chipkarte vors Lesegerät zu halten. Oder, und das geschah weitaus öfter, sie notierten ihre Arbeitszeit wie anno dazumal auf Zetteln, was dann mühevoll ins Rathaus-System übertragen werden musste.

Das sei dank des internet-basierten neuen Systems jetzt Vergangenheit. Aida ermögliche es sogar, Urlaubsanträge elektronisch gegenzuzeichnen. Präsenz- und Fehlzeiten seien zudem jederzeit auf einen Blick abrufbar.

Zwar hatte Aida ihren Preis: Die Stadt habe eine fünfstellige Kaufsumme investiert, doch die amortisiere sich im vierten Jahr, zumal die monatliche Mietzahlung für das alte System entfällt. Doch Aida operiere dafür auch vom stadteigenen Rechenzentrum aus, was laut Thieme ebenfalls ein großer Vorteil ist. Der Start sei insgesamt jedenfalls geglückt. „Das läuft bisher fluffig rauf und runter“. Wie sich Aida bei den Auswertungen anstellt, müsse noch abgewartet werden.

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