„Agentur als Sensor in der Region“

Michael Stechele und Arthur Weiss von der Agentur für Arbeit erklärten Dr. Matthias Heider (v.l.) die Internet-Portale Jobbörse und Planet-Beruf. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Wie ist die Entwicklung vor Ort? Wie die Auslastung in den Unternehmen? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt des „Hand-am-Puls“-Gespräches, das Dr. Matthias Heider, CDU-Bundestagsabgeordneter, mit Michael Stechele, dem Geschäftsführer der Agentur für Arbeit in Iserlohn, führte.

Dabei gewährte der Geschäftsführer dem Politiker Einblicke in die Statistiken des Arbeits- und Ausbildungsmarktes im Märkischen Kreis (März 2012) und die sich daraus ergebenden Herausforderungen.

Dazu zähle in erster Linie die Fachkräftesicherung, hervorgerufen durch den demografischen Wandel. Immerhin werde im Märkischen Kreis bis zum Jahr 2030 mit einem Bevölkerungsverlust von 13,3 Prozent gerechnet, was 57 854 Personen entspräche. „Das Dramatische dabei ist, dass nicht nur weniger Arbeitskräfte zur Verfügung stehen, sondern diese auch immer älter werden.“ Nicht zuletzt deshalb würden auch von Seiten der Bundesagentur zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um dem entgegen zu wirken, sei es durch die Optimierung beim Übergang von der Schule in den Beruf, bei der Erwerbsbeteiligung der Frauen oder auch durch die Diskussion über ein verlängertes Erwerbsleben.

Parallel dazu hätten aber auch die Betriebe begonnen, den Fachkräftemangel in den Fokus zu nehmen und aktiv zu werden – eine Entwicklung, die auch der Bundestagsabgeordnete in den Unternehmen beobachten konnte. „Mittlerweile sind es die Firmen, die sich um ihren Nachwuchs kümmern und eine Bindungswirkung erzeugen müssen“, weiß Heider.

Neben dem Thema „Kurzarbeit als Krisenmanagement“ ging es auch um die Erleichterung bei der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. Wie sich dies jedoch auf den Arbeitsmarkt auswirken werde, darüber ließe sich laut Stechele jetzt noch keine Prognose abgeben. ▪ Kerstin Zacharias

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