Agentur und Nestor zeigen Wege aus der Sackgasse

Friedrich Hahne (Jobcenter MK), Michael Stechele (Agentur für Arbeit) und Luciano Guerra, ebenfalls Jobcenter (vorne v.l.), arbeiten eng mit Monika Miehlke, Dirk Zander und Waltraut Wiechers vom Bildungsinstitut Nestor zusammen.

LÜDENSCHEID ▪ 3649 Frauen und Männer im Märkischen Kreis, der Frauenanteil ist mit 2203 besonders hoch, stocken ihr Arbeitslosengeld mit Minijobs auf.

Das Jobcenter MK hat es sich zum Ziel gesetzt, einigen mit einer Pilotmaßnahme wieder eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu vermitteln. Mit ins Boot genommen hat das Jobcenter dafür das Bildungsinstitut Nestor, mit dem bereits ähnliche Kooperationen laufen. „Ziel ist die Aktivierung, Qualifizierung und Unterstützung der Teilnehmer bei Vermittlungen“, sagt Friedrich Hahne, Bereichsleiter Operativ des Jobcenters MK. Monika Miehlke hat bereits erste Erfahrungen mit den zurzeit 26 Frauen und Männer gemacht. Sie nimmt Kontakt auf zu den Arbeitgebern der Minijobber und fragt nach, ob es in dem jeweiligen Betrieb eine feste Beschäftigungsperspektive gibt. „Manche hoffen darauf, doch es tut sich nichts, und der Arbeitgeber beabsichtigt dies auch gar nicht. Die Minijobber befinden sich in einer Sackgasse, aus der sie allein gar nicht wieder herauskommen. Hier setzt unsere individuelle Beratung und Unterstützung an“, beschreibt die Expertin den Hintergrund. Die Einschätzung der berufsfachlichen Kenntnisse der Teilnehmer, individuelle Terminabsprachen, die den bestehenden Minijob nicht gefährden und die Begleitung in mögliche Beschäftigungsfelder stehen im Mittelpunkt der Maßnahme, die nach Angaben von Friedrich Hahne nicht auf Lüdenscheid begrenzt bleiben soll. „Ab Oktober sollen es 240 Plätze werden, auch in Iserlohn, Menden und Werdohl.“

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare