AfL: „Dzewas bügelt bei Tafel nur Fehler aus“

Peter Oettinghaus (AfL).

LÜDENSCHEID - Während Bürger und Geschäftsleute weiter aufgerufen sind, der Lüdenscheider Tafel wieder mehr Lebensmittel für Bedürftige zu spenden, geht es in der politischen Debatte darum, ob höhere Hartz-IV-Sätze die Schlangen vor der Ausgabe in der Fabrik Berg kürzer gemacht hätten.

Peter Oettinghaus, Ratsherr der Alternative für Lüdenscheid (AfL), sieht den Brief von Bürgermeister Dieter Dzewas (SPD) an heimische Lebensmittelhändler und Supermärkte auch unter diesem Aspekt: „Es ist richtig, dass der Bürgermeister der Tafel jetzt akut hilft. Aber es war Dzewas, der damals hier knallhart für die Umwandlung der Sozialhilfe in Hartz gestritten hat. Vor dieser Reform gab es Tafeln in ihrer heutigen Form gar nicht.“ Als Bürgermeister bügele Dzewas somit jetzt nur die Folgen rotgrüner Bundespolitik aus.

Peter Oettinghaus zeigte sich daher auch erstaunt über den Angriff von SPD-Stadtverbandschef Gordan Dudas auf den CDU-Fraktionsvorsitzenden Oliver Fröhling, der die Rücknahme der Kürzung des städtischen Mietzuschusses für die Tafel erreichen will. „Wenn Dudas der CDU dafür jetzt Populismus vorwirft und höhere Hartz-IV-Sätze anmahnt, muss er sich fragen lassen: Wer hat denn Hartz IV in dieser Form eingeführt? Das waren doch seine eigenen Leute!“

Die Probleme der Tafel seien zudem länger bekannt. „Als AfL haben wir uns vor zwei Jahren für einen Heizkostenbeitrag der Stadt eingesetzt“, erinnert Oettinghaus. Nachdem er aber den Antrag dazu formuliert hatte, habe ihm die Tafel signalisiert, sie könne das alleine stemmen. Die Tafel müsse sich auch helfen lassen.

Oliver Fröhling erklärte zur Dudas-Kritik nur, das Thema sei „für einen Parteienstreit zu wichtig“. Das Engagement des Bürgermeisters begrüße er daher ausdrücklich.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare