Ärzte-Streik: Klinikum drohen rote Zahlen

Der andauernde Ärzte-Streik droht das Klinikum wirtschaftlich in die roten Zahlen zu bringen.

LÜDENSCHEID ▪ Der Ärzte-Streik, der inzwischen in die zweite Woche geht, kommt dem Klinikum Lüdenscheid teuer zu stehen. Mit einem ordentlichen sechsstelligen Betrag, der bei weiterer Dauer siebenstellig werden könne, bezifferte Dr.

Bernhard Schwilk, Geschäftsführer des Klinikums, die Folgen. „Das ohnehin bescheidene Jahresergebnis droht in den roten Bereich zu kippen.“ Die Auswirkungen des Streiks merke das Klinikum an der Bettenbelegung – wer kann, lässt sich in Kliniken operieren, die nicht in der Vereinigung kommunaler Arbeitgeber (VKA) sind und daher nicht bestreikt werden. Je nach Bereich, seien Abteilungen stärker oder schwächer personell von den Streik betroffen. „Die Lage ist zum Teil recht instabil und wechselt ständig.“ Für den Streik würden keine zusätzlichen Honorarkräfte am Klinikum außer den bereits vorhandenen in der Anästhesie eingesetzt, wies Dr. Schwilk entsprechende Vorwürfe der Ärzte-Gewerkschaft Marburger Bund (MB) zurück. Auch „Streikbrecher“ würden zurzeit nicht eingekauft. „Man kann nicht mal so ohne weiteres kurzfristig einen fehlenden Oberarzt und zwei Assistenzärzte ersetzen.“ Zu den Tarifauseinandersetzungen wollte sich Dr. Schwilk nicht äußern: „Das müssen die Tarifpartner klären.“ Die Ärzte streikten gestern in Köln.

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