Ärzte beenden den Arbeitskampf

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Die Ärzte informieren über ihre Arbeitsbedingungen und demonstrieren Wiederbelebung für Laien. ▪

LÜDENSCHEID ▪ „Ab morgen geht alles wieder seinen gewohnten Gang. Aber die Patienten werden die Nachwirkungen des Streiks bedingt durch Terminverschiebungen noch wochenlang spüren“, sagte Jürgen Weber vom Streikkomitee der Klinikärzte am Mitwoch.

Während die Ärzte auf dem Sternplatz das Gespräch mit den Wochenmarktbesuchern suchten, einigten sich die Verhandlungskommissionen des Marburger Bundes (MB) und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA). Die Mediziner sollen nun rückwirkend zum 1. Mai zwei Prozent mehr Gehalt bekommen. Die Erhöhung soll für 20 Monate gelten. Zudem wurden eine Einmalzahlung in Höhe von 400 Euro sowie ein Zuschlag für Bereitschafts- und Notdienste von 25 Prozent vereinbart.

„Streik hat Bauchschmerzen bereitet“

„Ob diese zwei Prozent ohne Komma wirklich ein gutes Ergebnis sind, muss sich noch zeigen“, meinte Jürgen Weber. Auf jeden Fall seien die Ärzte froh, wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren zu können. „Der Streik hat im wahrsten Sinne des Wortes Bauchschmerzen bereitet. Schließlich wollten wir nie unsere Patienten bestreiken“, betonte er. Allerdings habe der Arbeitskampf auch dazu geführt, dass sich die Klinikärzte erstmals im großen Kreis ausgetauscht hätten.

„Wir haben festgestellt, dass vieles im Argen liegt“

„Wir haben festgestellt, dass vieles im Argen liegt“, erklärte Jürgen Weber. Zum einen müsse das Betriebsklima in Hellersen verbessert werden. „Wir werden uns mit dem Betriebsrat zusammensetzen“, kündigte der Mediziner an. Außerdem wünschen sich die Ärzte, zukünftig mit am Tisch zu sitzen, wenn es zum Beispiel um Umstrukturierungsmaßnahmen geht. „Es gibt sinnvolle Einsparungsmöglichkeiten“, sagte Weber. Diese könne die Verwaltung aber am ehesten herausfinden, wenn die Betroffenen einbezogen würden. ▪ cwi

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