Ärger über Hundekot: „Es stinkt zum Himmel“

Wollen auf ein Problem aufmerksam machen (v.l.): Ramona Jäschke, Heidi Skorupa und Zdenka Schwabbauer sind der Meinung, dass der Hundekot in Brügge zum Himmel stinkt.

LÜDENSCHEID ▪ Es stinkt echt zum Himmel“, empörte sich LN-Leserin Ramona Jäschke in einem Leserbrief an unsere Zeitung. Seit sieben Monaten ist die stolze Mutter täglich mit dem Kinderwagen im Ortsteil Brügge unterwegs und trifft auf die Exkremente der Vierbeiner.

„Es gibt nicht einen Tag, an dem wir nicht mit dem Kinderwagen durch Hundekot fahren oder hineintreten“, so die Lüdenscheiderin. Gleichzeitig macht sie klar: „Ich habe nichts gegen Hunde und deren Besitzer!“ Andererseits seien die Bürgersteige voll und den Spielplatz an der Oberen Schlänke könne man kaum noch betreten. Um zu zeigen, dass sie mit ihrem Anliegen nicht alleine dasteht, sind Heidi Skorupa, Zdenka Schwabbauer und ihr Mischlingshund Sunny ebenfalls mit dabei. Ein paar Schritte den Spielplatz entlang und das Ausmaß des Problems ist für alle ersichtlich. Auf einem Grünstreifen von gerade einmal zwei Quadratmetern liegen zehn „Tretminen“ verstreut. „Dabei kann das Problem ganz leicht behoben werden“, sagt Hundebesitzerin Schwabbauer und zeigt zum Beweis eine Rolle mit blauen Plastiktüten. Und ein öffentlich zugänglicher Mülleimer dürfte eigentlich immer zugänglich sein.

Auch für Heidi Skorupa ist der Hundekot ein tägliches Ärgernis. Als Leiterin des DRK-Seniorenzentrums muss sie mehr als einmal am Tag die Hauseingänge säubern: „Wir haben schließlich Gäste, die unsere Bewohner besuchen.“ Auch als Ratsfrau hat Heidi Skorupa das Thema bereits bei der Stadtteilkonferenz auf die Agenda gesetzt. „Die Ursache für den Konflikt liegt meistens am anderen Ende der Leine“, so Zdenka Schwabbauer. Neben Bequemlichkeit sei es auch die mangelnde Erziehung des Hundes. „Der Vierbeiner muss wissen, wer der Chef ist, dann macht er sein Geschäft auch nicht auf den Asphalt“. Ganz ärgerlich: Nicht nur in der Parkstraße ist der Hundekot in einem Maße anzutreffen, der das Maß der Verträglichkeit weit überschreitet. Auch in der Volmestraße „ist es sehr schlimm“. Das Gelände rund um den ehemaligen Jugendtreff an der Volmestraße gleiche einem Hundeklo, sind sich die drei Frauen einig.

„Wir müssen eine Lobby bilden, die über das Thema einfach nicht mehr hinwegsieht“, so Ramona Jäschke. Alles andere sei falsch verstandene Toleranz. Es sei schon so weit, dass die Anwohner Verbotsschilder in die Fenster hängen würden, die darauf hinweisen, dass der Hund hier nicht austreten dürfe. „Irgendwie finde ich das schon recht unverschämt. Daher der Appell an alle Hundebesitzer: Nehmt den Dreck eurer Vierbeiner mit und werft ihn in die Tonne“, so die junge Mutter.

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