Älteste Kneipe in Lüdenscheid vor Teilsanierung

Seit etwa 183 Jahren dient das als „Sandhövelsches Handelshaus“ erbaute Gebäude als Wirtshaus. Der Zahn der Zeit nagt unter anderem an den Traufen (kleines Bild). Nun stehen dem Reidemeister Sanierungsarbeiten bevor. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Das 1758 erbaute „Sandhövelsche Handelshaus“, besser bekannt als Gaststätte Reidemeister, steht vor einer Teilsanierung.

Wie der Chef des Kulturamtes, Stefan Frenz, gestern bestätigte, sei der Eigentümer des Baudenkmals am oberen Ende der Wilhelmstraße derzeit in den Vorbereitungen. „Die Arbeiten werden im Interesse des Denkmalschutzes eng mit uns abgestimmt.“ Nach LN-Informationen sind vor allem die Traufe und die Dachrinnen des historischen Gebäudes in Mitleidenschaft gezogen und sanierungsbedürftig. Ob es „nur“ um diese Elemente geht oder weitere Gebäudeteile erneuert oder renoviert werden sollen, ist noch unklar.

Älteste Schankkonzession in Lüdenscheid

Der Reidemeister ist die Kneipe mit der ältesten Schankkonzession in Lüdenscheid. Laut Denkmalliste wird das Gebäude „wahrscheinlich seit 1827 als Wohn- und Wirtshaus genutzt“. Vorher galt es als Kontor des Drahtstapels, der Vorrechte für die Drahtproduktion besaß. Nach Maßgabe der Unteren Denkmalbehörde besitzt das Haus „einen aussagekräftigen Charakter für die Geschichte der Stadt“. Der Reidemeister steht erst seit 13 Jahren in der Denkmalliste.

Seit 1877 ist die Vormann-Brauerei aus Hagen-Dahl Eigentümerin des markanten Eckgebäudes. Der Sprecher der Brauerei, Christian Vormann, wollte sich gestern im Gespräch mit den Lüdenscheider Nachrichten nicht zu Details der Maßnahmen äußern. „Das ist alles noch im Fluss.“ Eine Baugenehmigung liege noch nicht vor.

Olaf Moos

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