„Älter werden, mobil bleiben“

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Kreisverwaltung, MVG und Polizei suchen gezielt das Gespräch mit älteren Autofahrern.

Lüdenscheid - Wer im Alter nicht mehr selbst Auto fährt, muss nicht auf Mobilität verzichten. Diese Botschaft will das Netzwerk Verkehrssicherheit – bestehend aus Polizei, MVG und Märkischem Kreis – mit einer neuen Kampagne verdeutlichen.

Von Olaf Moos

Den Auftakt bildeten Gespräche an einem Info-Stand, den die Initiatoren auf dem Edeka-Parkplatz am Buckesfeld platziert hatten.

Hauptkommissar Frank-Uwe Beenß, bei der Polizei verantwortlich für Verkehrsunfall-Prävention und Opferschutz, versteht die Aktion als „Appell an die Eigenverantwortlichkeit“ der Zielgruppe: Autofahrer ab 65 Jahren.

Beenß: „Es geht darum, sich in puncto Fahrtüchtigkeit selbst zu hinterfragen und auch einen kritischen Blick von jüngeren Angehörigen oder dem sozialen Umfeld zuzulassen.“ So sei allgemein bekannt und statistisch nachweisbar, dass mit steigendem Alter auch das Unfallrisiko wächst.

Das liege auch daran, dass der Straßenverkehr „immer komplexer“ werde und eine zunehmende Rücksichtslosigkeit auf den Straßen zu beobachten sei, sagt Frank-Uwe Beenß. „Außerdem geht’s darum, Gewohnheiten aufzugeben. Man kann auch ohne Auto mobil sein und muss als Rentner nicht in exakt der Minute starten oder ankommen, die man sich vorgestellt hat.“

In dieselbe Stoßrichtung, wenn auch mit einer anderen Motivation, zielt die Teilnahme der Märkischen Verkehrsgesellschaft an der Aktion. Rainer Voß vom Service-Center am Rathausplatz will die Passanten einerseits über die Angebote der MVG aufklären, andererseits die Entscheidung erleichtern, sich im Alter vom Führerschein zu trennen.

„Wer den Führerschein bei uns abgibt oder einen entsprechenden Nachweis des Straßenverkehrsamtes vorlegt, bekommt zwei Monatskarten für Bus und Bahn gratis.“ Gegenwert: knapp 530 Euro.

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