Autorenlesung: „Westfalen, sonst nichts?“

Adrian Kasnitz ist in Lüdenscheid kein Unbekannter. Als Autor las er bereits aus seinem Buch „Wodka und Oliven“ vor.

Lüdenscheid - Unter dem Titel „Westfalen, sonst nichts?“ stellen die Autoren Adrian Kasnitz und Christoph Wenzel einen Gedichtband mit Lyrik aus und über Westfalen vor. Die Volkshochschule Lüdenscheid lädt für Dienstag, 21. April, ab 19.30 Uhr zu einer Autorenlesung in das Alte Rathaus ein.

Mehr als 30 Autorinnen und Autoren aus der Region im Alter von 20 bis 40 Jahren haben neue Gedichte zu dem Buch beigetragen. Die kürzlich erschienene Lyrik-Anthologie „Westfalen, sonst nichts?“ zeigt, wie vielfältig die gegenwärtige junge Lyrik in und aus Westfalen ist. Sie präsentiert neue Gedichte von in Westfalen geborenen Autoren, zugezogenen, ausgewanderten und zurückgekehrten.

Die beiden Herausgeber wurden in den Siebzigern geboren, sind Hammenser, Südwestfale, Münster- und Sauerländer, kommen aus dem Pott, bringen Migrationserfahrung mit, leben als Exilanten im Rheinland, sind Dichter, Verleger, Wissenschaftler, Kulturschaffende im weitesten Sinne. Sie bereisen die ganze deutschsprachige Welt, besingen einsame Buswartehäuschen und stillgelegte Atomreaktoren und lachen häufiger, als man ihnen gemeinhin nachsagt, heißt es über das Autorenteam.

Adrian Kasnitz und Christoph Wenzel stellen das Buch vor und lesen eigene Gedichte und die Texte aus dem Sammelband. Kasnitz schreibt Lyrik und Prosa, veröffentlicht Essays und Rezensionen, photographiert und ist als Herausgeber tätig. Er lebt mit seiner Familie in Köln. Nach dem Studium der Geschichte in Köln und Prag, war er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Uni Köln. Bislang veröffentlichte er u.a. fünf Gedichtbände, den Roman „Wodka und Oliven”, der er bereits in Lüdenscheid im Rahmen einer Lesung vorstellte, sowie Kurzprosa und Essays. Seine Texte wurden unter anderem mit dem Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium und dem GWK-Förderpreis für Literatur ausgezeichnet, in mehr als zehn Sprachen übersetzt, vertont und verfilmt. Christoph Wenzel lebt in Aachen und ist gemeinsam mit Daniel Ketteler Verleger des SIC–Literaturverlags und Herausgeber der Literaturzeitschrift „SIC“. Er debütierte 2005 mit dem Gedichtband „zeit aus der karte“, 2010 folgte der Band „tagebrüche“, 2012 erschien in der Edition Haus Nottbeck der Titel „weg vom fenster“.

Die Zuhörer erwartet am 21. April eine poetische Entdeckungsreise, die von Westfalen ausgeht und weit hinausführt in die lebendige und junge deutsche Lyriklandschaft. Die Lesung wird in der Reihe „Werkproben - Lyrik“ des Kultursekretariats NRW, Gütersloh gefördert.

Anmeldungen zu der Lesung sind unter www.vhs-luedenscheid.de oder in der Geschäftsstelle der Volkshochschule im Alten Rathaus möglich. Der Eintritt beträgt sechs Euro.

„Westfalen, sonst nichts?“

Broschiert: 200 Seiten

ISBN-13: 978-3981358728

14 Euro

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