Kultur auf dem Lehrplan

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Beteiligt waren Filippo Masella, Rabia Degér, Alex Leitmann, Cimberley Schulte-Osthorst, Rosalina Schulz, Cagla Güder, Cagla Karakus, Jasmin Lorenz, Tammy Obornik, Isabelle Skurnog, Levin Göttle, Furkan Özmen, Panagiotis Achlada, Melissa Ergül, Silan Ökten und Esra Tekir.

Lüdenscheid - Frank Bisterfeld klebt sich mit Hingabe ein buntes Pflaster um den Finger. Der Leiter der Adolf-Reichwein-Gesamtschule hat eine besondere Ausstellung im Nachbarraum eröffnet. Dort zeigen Schüler die Ergebnisse eines halbjährigen Projektes, das gemeinsam mit den Museen der Stadt verwirklicht werden konnte.

Honorige Gäste sind gekommen – Jens Voss als Vorsitzender des Schulausschusses, Dr. Eckard Trox als Leiter der Museen, natürlich die begleitenden Lehrer, allen voran Monika Rode, die den Kurs „Darstellen und Gestalten“ durch das Projekt begleitet hat. „Our school is cool“ haben die Schüler ihr Projekt getauft und in sechs Stationen aufgebaut.

Kinder und Jugendliche sollten in die Planung einer neuen Dauerausstellung in den Museen der Stadt Lüdenscheid einbezogen werden, die jungen Menschen sollen Anregungen und Impulse für die Zukunft geben. So stand am Anfang die Frage: „Wie gehen Schüler mit Museen um und umgekehrt“? Unter Anleitung der beiden wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen der städtischen Museen, Ulrike Tütemann und Michaela Ernst, erfolgten Besuche in den Museen am Sauerfeld, aber auch in interaktiven, hochmodernen Einrichtungen.

„Die Jugendlichen wollten dann selbst eine Ausstellung machen, in der die Schule im Mittelpunkt steht“, erläutert Ulrike Tütemann am Rande der Präsentation. Dabei herausgekommen sind Schwerpunkte der Schule, die den jungen Leuten wichtig sind: Eine Schule ohne Rassismus, Lieblingsplätze in Makroaufnahme, angelegt als Ratespiel, wichtige Personen im Schattenriss, der Sanitätsdienst, die Barrierefreiheit der Schule und eine Station, an der auch die Mitschüler sagen können, was ihnen wichtig ist. Tütemann: „Inhalt des Projektes waren in erster Linie die Themen, die Zusammenstellung der Ausstellung, die Vorbereitung der Eröffnung, Einladungen, Reden – alles, was ein Kurator halt so macht.“

Dass aus dem Projekt möglicherweise eine Bildungspartnerschaft mit den Museen erwächst, ist Schulleiter Bisterfeld ein Herzensanliegen: „Das ist bei uns ein Wahlpflichtfach neben Latein oder Französisch. Wann kommen Jugendliche sonst mit Museen in Kontakt?“ Der nächste Kurs steht quasi schon in den Startlöchern. Einmal in der Woche wird an der Adolf-Reichwein-Schule ein Doppelstunde lang „Kultur 2.0“ gelehrt. Das neue Projekt soll szenisch werden und sich mit Stadtgeschichte beschäftigen. Die Darstellung kleiner Szenen der Lüdenscheider Geschichte steht dann auf dem Lehrplan.

Die Ausstellung „Our school is cool“ ist für gut eine Woche zu sehen, dann werden die Räumlichkeiten wieder für Freizeitbeschäftigungen gebraucht. Wer sich das Projekt vor Ort erläutern lassen möchte, ist gern gesehener Gast am Eulenweg, muss sich aber vorher anmelden: Tel. 0 23 51/95 930.

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