Die weiterführenden Schulen Lüdenscheids: Adolf-Reichwein-Gesamtschule

Adolf-Reichwein-Gesamtschule: Andrang ist groß

Adolf-Reichwein-Gesamtschule Lüdenscheid
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Die Adolf-Reichwein-Gesamtschule.

In diesem Jahr können die weiterführenden Schulen Lüdenscheids nicht mit ihren traditionellen Tagen der offenen Tür um Grundschüler werben. Wir stellen deshalb – mit freundlicher Unterstützung der Stadtverwaltung – die Schulen vor. Heute schauen wir uns die Adolf-Reichwein-Gesamtschule, Eulenweg 2, an.

Eine Übersicht zum Anmeldeverfahren an allen weiterführenden Lüdenscheider Schulen finden Sie hier.

Fakten zur Schule

Wie viele Schülerinnen und Schüler werden bei Ihnen unterrichtet?

Wir sind die größte Schule Lüdenscheids und wir sind eine Schule für alle Kinder. Alle Schullaufbahnen sind bei uns „unter einem Dach“. So ist bei uns zum Beispiel die gymnasiale Laufbahn integriert wie auch der Weg zum mittleren Schulabschluss. Deshalb haben wir auch so viele Schülerinnen und Schüler: insgesamt 1187 Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe I und der gymnasialen Oberstufe.

In welchen Jahrgangsstufen?

5 bis 13.

Wieviel-zügig ist Ihre Schule?

In der Sekundarstufe I (S I) sechszügig, das heißt es gibt sechs Parallelklassen; in der S II drei- bis vierzügig. Wir haben 962 SchülerInnen in der S I und 225 in der SII (gymnasiale Oberstufe).

Wie hoch ist die Chance, dass (m)ein Kind einen Platz bei Ihnen bekommt?

In den letzten Jahren haben wir immer Kinder der vierten Schuljahre abweisen müssen. Leider können wir nur 162 Kinder aufnehmen. Deshalb ist es sehr wichtig, dass sich die Eltern und die Kinder jetzt für unsere Schulform entscheiden. Unsere Aufnahmekriterien sind unter anderem: Härtefälle und gute Leistungen in den Hauptfächern. Später können wir keine SchülerInnen von den anderen Schulformen des dreigliedrigen Schulsystems mehr aufnehmen, weil die Klassen voll sind.

Wie groß sind die Klassen in der Regel?

Pro Klasse in der Regel 27 Kinder. Es gibt immer ein KlassenlehrerInnenteam, also zwei KlassenlehrerInnen, in der Regel ohne Wechsel bis in die zehnte Klasse.

Wie wird der Übergang von der Grundschule zu den weiterführenden Schulen begleitet? (Rücksprachen mit Grundschullehrkräften; Einführungsangebote, bei denen die neue Schule/das Gebäude etc. erklärt wird; Patenprogramm?)

Der Übergang von der Grundschule zur Gesamtschule ist sorgfältig geplant und behutsam gestaltet. Die enge Zusammenarbeit mit den abgebenden Grundschulen, den Eltern und den Kindern ist ein wesentlicher Bestandteil in der Orientierungsphase.

Wir halten Rücksprachen mit den Grundschulen, den Eltern und den Kindern. Da sind unsere Beratung, die Sozialpädagoginnen, die BeratungslehrerInnen und die Abteilungsleitung sehr aktiv. Die Beratung und die Begleitung bei dem Schulwechsel sind uns ein sehr großes Anliegen.

Vor den Sommerferien lernen die Schülerinnen und Schüler an einem Kennenlernnachmittag bereits ihre Klassenlehrer und Mitschüler kennen. In den ersten Schulwochen steht die Bildung einer Klassengemeinschaft im Vordergrund der Unterrichtsgestaltung. Ergänzend werden interaktive Maßnahmen wie eine Schulrallye und gemeinsame Frühstücke durchgeführt. Unterstützung erhalten die Schüler dabei von den Klassenpaten.

Welche Abschlüsse kann man an Ihrer Schule machen?

Im Gegensatz zu den anderen weiterführenden Schulen können an der Gesamtschule alle Schulabschlüsse, also der Hauptschulabschluss, die mittlere Reife und das Abitur gemacht werden. Sie ist damit die Alternative zur Hauptschule, Realschule und zum Gymnasium. Etwa 40 Prozent aller Schüler erhalten zum Ende ihrer Schulzeit einen höherwertigen Abschluss, als es auf den Übergangsempfehlungen der Grundschule vermerkt ist. Aufgrund der zentralen Abschlussprüfungen gibt es keine Unterschiede in der Qualität der Abschlüsse. Bis zur 9. Jahrgangsstufe gibt es kein Sitzenbleiben.

Konkret: An unserer Schule sind alle Abschlüsse möglich: der Hauptschulabschluss nach Jahrgang 9 und 10, der mittlere Schulabschluss, die Fachoberschulreife mit Qualifikationsvermerk, die Fachoberschulreife nach Klasse 12 (schulischer Teil) und das Abitur nach Klasse 13.

Wie groß ist Ihr Kollegium?

110 Kolleginnen und Kollegen, Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen, in der Mehrheit mit dem Lehramt für das Gymnasium und die Gesamtschule, und zwei Sozialpädagoginnen, zwei multiprofessionelle Fachkräfte.

Wer leitet die Schule?

Der Schulleiter Frank Bisterfeld, sein Stellvertreter Sven Arriens, der Didaktische Leiter Markus Ignatzek sowie die drei Abteilungsleiterinnen Jutta Wiesner-Bette (gymnasiale Oberstufe), Beate Reich-Geck (Jahrgänge 8 bis 10) und Kirsten Michalzik (Jahrgänge 5 bis 7). Die Abteilungsleiterinnen leiten immer jeweils drei Jahrgänge. So gibt es in der Abteilung 1 die Jahrgänge 5, 6 und 7 mit insgesamt 486 Schülerinnen und Schülern. So leitet die Abteilungsleiterin eine „Teilschule“. Ähnlich ist es mit der gymnasialen Oberstufe (absolut identisch mit der Oberstufe am Gymnasium). Die Abteilungsleiterin (Oberstufenleitung) leitet die gesamte Stufe mit mehr als 225 Schülerinnen und Schülern. Die Schülerinnen und Schüler sind entsprechend der Abteilungen in bestimmten Gebäudeteilen untergebracht. So entstehen „kleine Schulen“ innerhalb der großen Schule.

Hat die Schule ein besonderes Leitbild? (Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage, Streitschlichterprogramm, Europaschule)?

Unser Leitbild ist das Leitbild des Namengebers unserer Schule, des Reformpädagogen Adolf Reichwein, „Ein Kind soll nach seinem eigenen Rhythmus wachsen können“ und: „Lernen mit Kopf, Herz und Hand“ – das praktizieren wir im modernen Unterricht mit kooperativen Lernformen, mit digitalem Unterricht, mit individueller Förderung (kein Kind zurücklassen) und handlungsorientiertem Unterricht.

Unsere Schule ist zertifizierte Europaschule. Unser Leitbild ist der europäische Gedanke, absolut wichtig in unserer Zeit. Wir haben folgende Partnerschulen verbunden mit einem langjährigen SchülerInnenausstausch: Le Havre/ Frankreich, Mysleniçe/Polen, Brighouse / England, Taganrog / Russland und zwei internationale Erasmusprojekte.

Wir sind zertifizierte Schule gegen Rassismus und für Courage und wir sind auf dem Weg der „Nachhaltigen Schule“, der „Gesunden und Bewegten Schule“, Schule des Gemeinsamen Lernens und Schule des kulturellen Lernens. Was wir hier schreiben, leben wir auch.

Zudem ist uns das Soziale Lernen sehr wichtig; jede Klasse in der Sekundarstufe I hat pro Woche eine Stunde Soziales Lernen:

Soziales Lernen ist ein Unterrichtsfach, bei dem beide Klassenlehrer zur gleichen Zeit in der Klasse anwesend sind.

Soziales Lernen findet immer da statt, wo Menschen zusammen treffen.

Unser Ziel: Über andere lernen – voneinander lernen – miteinander lernen. Es geht um: Verantwortungsbewusstsein, Sorgfalt Kritikfähigkeit, Durchhaltevermögen, Einfühlungsvermögen, Umgangsformen, Leistungsbereitschaft, Zuverlässigkeit, Selbsteinschätzung, Selbstorganisation, Solidarität, Teamfähigkeit, etc.

Angebot

Welche Fremdsprachen werden angeboten?

Als Europaschule haben wir natürlich auch einen sprachlichen Schwerpunkt: Englisch ab Jahrgang 5, Französisch und Latein ab Jahrgang 7, Spanisch ab Jahrgang 8 und Latein, Französisch und Spanisch neu einsetzend an Jahrgang 11, also in der gymnasialen Oberstufe.

Gibt es besondere Schwerpunkte in Ihrem Lehrangebote (technisch / sprachlich / musisch/ Sport etc.)?

Wir haben Schwerpunktklassen in 5 und 6 nach Neigung, Interesse und Fähigkeiten: Natur und Umwelt (MINT), Kunst und Kultur (Zeichnen, Gestalten, Malen), Musik: Bläserklassen (Klassen als Orchester), Sprache und Spiel, (Theater, Lesen, Schreiben) Bewegung und Gesundheit (Sport), Europa (Länder, Kultur und Sprachen). Es handelt sich hier klar um eine Talent-und Leistungsförderung.

Wir sind Partnerschule des DFB (Fußball). Wir bieten als sprachliche Leistungsförderung das Fach History – bilinguales Lernen, Geschichte in englischer Sprache ab Jahrgang 8 bis Jahrgang 10 an.

Im Wahlpflichtbereich ab Jahrgang 7 bieten wir an: Naturwissenschaften, zweite oder dritte Fremdsprache, Latein oder Französisch, Informatik, Arbeitslehre (Technik, Hauswirtschaft), Literaturkurs mit Theateraufführungen.

Wir nehmen wiederholt am Erasmus+-Programm teil.

Auch hier wird ein Leitbild Adolf Reichweins wirksam:

„Was die Hand geschaffen hat, begreift der Kopf umso leichter.“

Werden besondere AGs angeboten?

Ja, das ist ein wichtiger Bereich des Ganztags: Der ECC-Club (Englisch-European-Club), DFB- Fußball mit Wettbewerben, AG Welt-Retten, Schulsanitätsdienst, The Taste of Europe (Kennenlernen der Nachbarländer, Kultur und Sprache), Computergrundbildung in Jahrgang 5 und als AG in Jahrgang 6, Blasorchester, Garten-AG, Streitschlichter-AG, MINT-AG im Bereich Technik und Naturwissenschaften, die Schulband und die geplante Wetterstation sowie die Sporthelferausbildung.

Gibt es außerschulische Kooperationen?

Wir kooperieren mit:

- den Museen der Stadt Lüdenscheid seit mehreren Jahren.

- dem Kulturhaus: Jedes Kind der Schule einmal im Jahr ins Theater.

- dem DFB (Deutscher Fußballbund).

- der Musikschule der Stadt Lüdenscheid, Instrumentalunterricht in den Bläserklassen.

Dazu haben wir viele Kooperationspartner im Bereich der Berufsorientierung – zum Beispiel die Sparkasse Lüdenscheid, die AOK, die Bundesagentur für Arbeit sowie Unternehmen und Firmen in Lüdenscheid.

Betreuung / Verpflegung

Wie sind Ihre Anfangs- und Endzeiten?

8.10 bis 16 Uhr mit einer einstündigen Mittagspause und Freizeitangebot.

Fachunterricht mit integrierten Lernzeiten: Auf dem Stundenplan aller Schüler stehen mehrmals in der Woche Lernzeiten. Eine Lernzeiteinheit dauert 45 Minuten.

Die Lernzeitangebote dienen der Vorbereitung und Nachbereitung des Unterrichts. Ziel der Lernzeitangebote ist die Selbstorganisation des Lern- und Arbeitsprozesses unter fachkundiger Betreuung von Lehrkräften.

Zur Dokumentation und Reflexion der Lernzeiten benutzen die Kinder ein Lernzeitentagebuch.

Lernzeiten ergänzen das schulische Lernangebot. Sie ersetzen aber nicht das eigenständige Üben und Lernen zu Hause.

Gibt es eine Nachmittagsbetreuung?

Es gibt Nachmittagsunterricht an mindestens vier Tagen, auch mit Förderunterricht. Außerdem bieten wir herkunftssprachlichen Unterricht in Türkisch, Griechisch und Arabisch und manchmal Italienisch je nach Bedarf an.

Welche Aktivitäten sind in der Nachmittagsbetreuung möglich?

Unterricht, Arbeitsgemeinschaften, Fördermaßnahmen (siehe oben).

Wie sieht die Ferienbetreuung aus?

Gibt es bei uns nach Bedarf und Anfrage, in der Regel aber nicht.

Gibt es eine Hausaufgabenhilfe?

Ja, im Lernstudio und im Deutsch-Plus-Förderunterricht. Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, das Lernstudio zu besuchen als Ergänzung zu den Lernzeiten, die in den Stundenplan integriert sind. In den Lernzeiten erledigen die Kinder Übungsaufgaben unter Aufsicht der Lehrerinnen und Lehrer. Die Lernzeiten liegen nicht unbedingt am Nachmittag, sondern sind Teil der Tages-Rhythmisierung.

Wird Förderunterricht angeboten?

Ja, zum Beispiel das Fach Sprache in den Jahrgängen 5 und 6 (in Kleingruppen), Bonusfächer ab Jahrgang 8 (Förderunterricht in den Hauptfächern für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend), in Jahrgang 7 Sprache in Mathematik als Stütz- und Leistungsförderung.

Gibt es eine Mensa oder andere Verpflegungsangebote?

Ja, wir haben eine sehr große Mensa mit einer Küche, in der für bis zu 500 Personen gekocht werden kann. Es wird vor Ort sehr gesund und frisch gekocht. Es wird nichts aufgewärmt. Eine Gericht kostet 3,50 Euro (Hauptspeise, Salat oder Gemüse und Nachtisch). Allerdings gibt es keine Fritten oder ungesund Fettiges. Die gesunde Ernährung ist uns sehr wichtig. Es gibt einen Wasserspender, der vom Förderverein betrieben wird. Jedem Kind wird kostenloses Trinken ermöglicht.

Wie sind die Bus- beziehungsweise Verkehrsverbindungen zu Ihrer Schule?

Die meisten Kinder kommen mit Linienbussen und Zusatzbussen nach Fahrplan. In der Nähe der Schule gibt es eine Wendeschleife zum Aus- und Einsteigen. Der Fußweg dauert etwa fünf Minuten.

Infos / Kontakt

Welche Ansprechpartner stehen zur Verfügung für weitere Fragen? (per Telefon, Mail)?

Schulleiter Frank Bisterfeld, Didaktischer Leiter Markus Ignatzek, Abteilungsleiterin 1 Kirsten Michalzik (Jahrgänge 5 bis 6, Anmeldungen), Abteilungsleiterin 2 Beate Reich-Geck (Jahrgänge 8 bis 9, Abschlüsse), Abteilungsleiterin 3 Jutta Wiesner-Bette (gymnasiale Oberstufe). Alle sind erreichbar unter Tel. 0 23 51 / 9 59 30; Sprechzeiten bitte der Homepage entnehmen.

Wann und wie kann ich mein Kind anmelden?

Anmeldungen an der Adolf-Reichwein-Gesamtschule nur mit vorher telefonisch vereinbarten Terminen unter Tel. 0 23 51 / 9 59 30. Schritt 1: Anmeldungen am Mittwoch, 24. Februar, 8 bis 12 und 14 bis 18 Uhr; Donnerstag, 25. Februar, 8 bis 12 und 14 bis 18 Uhr; Freitag, 26. Februar, 8 bis 12 und 14 bis 18 Uhr.

Schritt 2: Aufnahmebescheide ab dem 15. März per Post.

Schritt 3: gegebenenfalls Sporteignungstest (Schwerpunkt: Gesundheit und Bewegung) am Donnerstag, 25. März, und am Freitag, 26. März, von 14 bis 16 Uhr in der Sporthalle.

Schritt 4: Kennenlernnachmittag am Dienstag, 29. Juni, von 14.30 bis etwa 17 Uhr in der Schule.

Schritt 5: Einschulungstag am Donnerstag, 13. August.

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