Achtung: Monster-Löcher!

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Wegen zahlreicher großer Schlaglöcher hat der STL am Freitagmittag „Straßenschäden“- und Tempo-30-Schilder an der Lösenbacher Landstraße (Nordtangente) installiert.

LÜDENSCHEID ▪ So willkommen die kleine Winterpause vielen Lüdenscheidern auch ist – die wegen des Tauwetters stündlich mehr aufreißenden Straßen bringen neue massive Probleme vor allem für Kraftfahrer mit sich. Teilweise helfen angesichts regelrechter Monster-Löcher nur ein kräftiger Tritt auf die Bremse oder waghalsige Lenkmanöver, um Schäden am Auto zu vermeiden.

Große und tiefe Schlaglöcher in der Nottebohmstraße, die der STL am Freitagnachmittag noch schließen wollte. 

In der Lösenbacher Landstraße sind vor allem im Streckenabschnitt in Höhe Einmündung Mozartstraße derart große Löcher entstanden, dass der STL am Freitagmittag Warnschilder „Straßenschäden“ und Tempo 30 installieren ließ. „Dort müssen wir großflächig reparieren, dass ist heute nicht mehr zu schaffen“, erklärte Karsten Koppmeier, STL-Bereichsleiter für die Straßenunterhaltung, am Freitag im Gespräch mit den LN. Direkt am Montag werde mit der Schließung der Löcher dort begonnen. Aber auch auf vielen anderen Straßen im Stadtgebiet ist für Autofahrer im eigenen Interesse eine gehörige Portion Vorsicht zu empfehlen. Die gestiegenen Temperaturen und der viele Regen lassen schadhafte Stellen aufplatzen, die bislang nur noch vom Frost zusammengehalten worden waren.

Die STL-Einsatzkräfte kratzen Schlaglöcher an der Parkstraße bis zu den Rändern auf und füllen sie mit erhitztem Mischgut, das in alle Ritzen läuft und besser haftet als Kaltmischgut. Anschließend wird die schwarze Masse festgewalzt.

Am Freitag stopften zwei Kolonnen des STL große Löcher unter anderem in der Parkstraße und der Nottebohmstraße, teilte Koppmeier weiter mit. Der Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid (STL) werde durch eigene Begeher auf die Straßenschäden aufmerksam oder durch Hinweise aus der Bevölkerung. Weitere Meldungen kommen auch von den Winterdienstkräften. Mit Blick auf die immer weiter abschmelzenden Schneeberge an den Straßenrändern der Bergstadt sei davon auszugehen, dass spätestens in der kommenden Woche auch etliche Löcher und Schäden im Gehwegbereich sichtbar werden. Anrufen und Schäden melden können Bürgerinnen und Bürger unter der zentralen STL-Rufnummer 02351/36520.

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Nach mehr als zweiwöchigem Dauereinsatz, zeitweise in Doppelschichten, ist für die STL-Winterdienstkräfte ein wenig Verschnaufen angesagt – obwohl etliche nach dem einsetzenden Tauwetter bereits wieder Zusatz-Schichten zur Befreiung der Kanalabläufe von Eis und Schnee sowie zum Verfüllen zahlreicher Schlaglöcher fahren. Angesichts der Vielzahl von Schlaglöchern werden sicherlich die Rufe von Kraftfahrern laut, der STL solle doch bitteschön in der aktuellen  Notsituation auch an diesem Wochenende durcharbeiten. Sollte er nicht. Denn nachdem STL-Kolonnen am Freitag die gröbsten Gefahrenstellen auf den Hauptverkehrsstraßen verfüllt haben, haben sie sich ihren Feierabend und eine Verschnaufpause verdient. Natürlich sind marode Straßen mit immer neuen Schlaglöchern ein gefährliches Ärgernis. Die Gefahr lässt sich aber leicht deutlich senken, wenn Kraftfahrer einfach ihr Tempo gehörig drosseln und vorsichtiger als sonst fahren. Winterzeit ist nun einmal mit Extrem-Wetterlagen und großen Beeinträchtigungen für Fußgänger und Kraftfahrer verbunden. Diese Probleme haben vor allem die unermüdlichen Einsatzkräfte des Winterdienstes erträglicher gestaltet als in vielen anderen Städten, in denen die Schnee- und Eisbelastung oftmals sogar erheblich geringer war als in Lüdenscheid. Schon deshalb verbieten sich teilweise übelst beleidigende Beschimpfungen, mit denen STL-Mitarbeiter an vielen Wintertagen überhäuft werden. Und deshalb sollten sich alle Bürger dem Dank des Bürgermeisters anschließen, der den STL-Mitarbeitern in dieser Woche seinen Respekt für ihre große Leistung gezollt hat. - wok

Angesichts der bereits jetzt massiv auftretenden Schäden sei auch in diesem Jahr mit hohen Zusatzkosten zu rechnen, meinte Koppmeier. Im vergangenen Winter hat der STL rund 600 000 Euro an Mehrkosten für die Beseitigung der winterbedingten Straßenschäden ausgeben müssen. Obwohl in den vergangenen Jahren zahlreiche Straßen saniert oder vorsorglich per spezieller Oberflächenbehandlung geschützt worden seien, verheiße die Schlaglochzahl zu diesem frühen Zeitpunkt im Winter 2010/2011 nichts Gutes. - wok

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