Rathaustunnel ab Freitag noch enger

LÜDENSCHEID - Ab Freitag müssen sich Autofahrer auf weitreichende Einschränkungen im innerstädtischen Straßenverkehr einstellen. Denn nun ist auch die Röhre in Fahrtrichtung Kölner Straße nur noch einspurig passierbar. In beiden Richtungen gilt ab sofort ein Tempolimit von 30 km/h.

Von Olaf Moos

Die größte Änderung ist: Von der Gasstraße aus wird die Einfahrt in den maroden Tunnel nicht mehr möglich sein. Wie lange diese Regel gilt, ist offen. Ab Mittwoch wird der Tunnel für drei Tage sogar komplett dicht sein.

Wer von der Gasstraße aus zum Beispiel zum Parkhaus Stadtmitte fahren will, soll nach Verwaltungsvorstellungen eine Umleitungsstrecke von rund drei Kilometern fahren. Zum Vergrößern der Ansicht bitte hier klicken - bei Bedarf zweimal!

Verkehrsteilnehmer, die von der Gasstraße aus in Richtung Kölner Straße fahren wollen, müssen ab heute für unbestimmte Zeit eine großräumige Umleitung in Kauf nehmen. Dazu haben Verkehrsplaner der Stadtverwaltung eine Skizze herausgegeben, die auch im Internet unter der Adresse www.luedenscheid.de zu sehen ist.

Demnach müssen Autofahrer zunächst ein Stück die Altenaer Straße hinunter fahren, dann links auf die Straße Zum weißen Pferd einbiegen, die neue Trasse zur Bahnhofsallee hinauffahren, am Bahnhof nach rechts auf die Bahnhofstraße abbiegen, um die Christuskirche herum kurven, um dann nach rechts über die Parkstraße und Weststraße zur Kölner Straße zu gelangen. Aus etwa 500 Metern auf direktem Weg werden so rund drei kilometer auf der von der Verwaltung vorgeschlagenen Umleitung.

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Im Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt nahmen die Kommunalpolitiker den Bericht der Technischen Beigeordneten Marion Ziemann überwiegend schweigend zur Kenntnis. Stinksauer aber reagierte CDU-Ratsherr Bernd-Rüdiger Lührs – nicht auf den Inhalt der schlechten Botschaft, sondern auf den Zeitpunkt der Bekanntgabe. „Seit Monaten werden wir Ratsmitglieder für bekloppt gehalten.“ Die Gespräche liefen „sicher schon eine ganze Zeit“, so Lührs. Die Öffentlichkeitsarbeit der Beigeordneten sei „schlecht“.

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