Polizei geht gegen Handy-Sünder vor

"Ach, E-Book ist auch verboten?!" - Polizei erwischt 39 Autofahrer mit Handys am Steuer

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Ablenkung durch Handynutzung ist eine häufige Unfallursache im Straßenverkehr.

Lüdenscheid - Ablenkung am Steuer ist eine der häufigsten Unfallursachen. Deshalb hat die Polizei erneut in Lüdenscheid Autofahrer kontrolliert. Mit erschreckendem Ergebnis. 

Wie die Polizei mitteilte, postierten sich am Dienstag Beamte des Verkehrsdienstes der Polizei von 11 bis 16.45 Uhr auf der B 229 und kontrollierten die Verkehrsteilnehmer erneut mit Augenmerk auf Ablenkung am Steuer durch Mobiltelefone und andere elektronische Geräte.

Im Rahmen der Kontrollen wurden insgesamt 39 Fahrer festgestellt, die ihr Mobiltelefon während der Fahrt unerlaubt benutzten. Als Konsequenz müssen sie sich auf ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro und einen Punkt im Flensburger Verkehrszentralregister einstellen. 

Bereits vor zwei Wochen hatte die Polizei 40 Autofahrer erwischt.

"Besonders erschreckend“ war laut Polizeibericht die Tatsache, dass den Verkehrsteilnehmern größtenteils nicht bekannt war, dass durch die Gesetzesänderung im Herbst 2017 inzwischen auch die Nutzung anderer elektronischer Geräte, die der Kommunikation, Information oder Organisation dienen – also Tablets, Diktiergeräte oder E-Books – untersagt ist, sofern sie während der Fahrt in die Hand genommen werden. 

Es befanden sich lediglich neun Telefonierer unter den 39 Verkehrssündern. Neben den zahlreichen Handyverstößen wurden durch die Beamten des Verkehrsdienstes aber auch sonstige Delikte wie Verstöße gegen die Gurtpflicht festgestellt. 

19-Jährige verzichtete auf ihre Brille

Eine 19-Jährige aus Dormagen hatte ihre Brille im Handschuhfach mitgeführt, anstatt sie auf der Nase zu tragen. Da die Nutzung einer entsprechenden Sehhilfe aber in ihrem Führerschein vorgeschrieben war, wurde sie mit einem Verwarnungsgeld in Höhe von 25 Euro verwarnt. Sie durfte ihre Fahrt auch erst fortsetzen, nachdem sie die Brille ordnungsgemäß aufgesetzt hatte. 

Autofahrer hatte Lenkzeiten nicht dokumentiert

Darüber hinaus wurde ein 46 Jahre alter Autofahrer aus Lüdenscheid angehalten und kontrolliert, der die Dokumentation seiner Lenk- und Ruhezeiten nicht vorgenommen hatte. Entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen ihn und seinen Arbeitgeber wurden eingeleitet. Der Verkehrsdienst kündigte an, zeitnah weitere Schwerpunktkontrollen mit dieser Zielrichtung durchzuführen. 

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