Es bleibt stürmisch

Sturmfolgen in Lüdenscheid und MK: Mann stürzt von Leiter, MVG-Fahrgäste von Bäumen eingeschlossen

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Umgestürzte Bäume waren die Folge des Sturms, wie hier in Schalksmühle.

[UPDATE 17.03 Uhr] Lüdenscheid - Am Tag nach Sturm "Eberhard" laufen die Aufräumarbeiten in Lüdenscheid und MK. Ein Autofahrer hielt sich nicht an die Absperrungen und fuhr am Montag in einen umgestürzten Baum. 

Aufgrund der Vielzahl umgestürzter Bäume war die Treckinghauser Straße zwischen Kreisverkehr und Wasserwerk auch am Montagmorgen noch gesperrt. Die Feuerwehr hatte die Gefahrenstelle am Sonntagabend an den Straßenbaulastträger Straßen.NRW übergeben. 

In Herscheid wurde ein Twingo getroffen. 

Die Straße war  am Montagmorgen deutlich sichtbar abgesperrt. Das hielt einen Autofahrer nicht davon ab, die Absperrungen zu umfahren und sich seinen eigenen Weg zu bahnen. Er kam jedoch nicht weit und stieß mit seinem Wagen gegen einen auf der Straße liegenden Baum, berichtet die Feuerwehr. 

Ebenfalls in Lüdenscheid wurde ein MVG-Bus an der Verse durch umgestürzte Bäume eingeschlossen, wie der Märkische Kreis am Montag mitteilte. Es wurde niemand verletzt. Die Feuerwehr machte den Weg wieder frei. 

In der Folge des Sturms gab es auch Verletzte im Märkischen Kreis. Wie die Kreisleitstelle am Montag erklärte, stürzte in Halver ein Mann von einer Leiter, als er versucht Dachpfannen wieder zu befestigen. Er wurde schwerverletzt. Drei Personen wurden in Nachrodt leicht verletzt, als ein Baum direkt auf ihr Fahrzeug prallte.

So heftig wütete der Sturm in Lüdenscheid

Der Sturm "Eberhard" war einer der heftigsten der vergangenen Monate. Das ist nun auch offiziell bestätigt. An der Wetterstation "Staberg" in Lüdenscheid (444 Meter über N.N) wurde die schnellste Windböe am Sonntag um 17.33 Uhr gemessen. 

Einsatz an der Mintenbecker Straße.

Sie erreichte laut Aufzeichnung eine Geschwindigkeit von 32,3 Meter pro Sekunde. Umgerechnet war die Böe also 116 km/h schnell. Dies entspricht der Windstärke 11.

Sturmbilanz aus Halver

Vor Spaziergängen im Wald wird derzeit noch abgeraten, da auch am Tag nach dem heftigen Sturm "Eberhard" noch Äste abbrechen und herunterstürzen können. 

Sturmbilanz aus Herscheid

Zumal weitere für Montag weitere Sturmböen für Lüdenscheid und den Märkischen Kreis angekündigt sind. Der Deutsche Wetterdienst hält eine amtliche Warnung vor Sturmböen bis 18 Uhr aufrecht. 

Dieses Auto wurde in Nachrodt von einem Baum getroffen.

Dabei  treten Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 60 km/h (17m/s, 33kn, Bft 7) und 80 km/h (22m/s, 44kn, Bft 9) anfangs aus westlicher, später aus nordwestlicher Richtung auf. In Schauernähe sowie in exponierten Lagen muss mit Sturmböen bis 85 km/h (24m/s, 47kn, Bft 9) gerechnet werden.

So heftig wütete der Sturm im MK

Oberhalb von 600 Meter erreichen die Sturmböen Geschwindigkeiten zwischen 75 km/h (21m/s, 41kn, Bft 9) und 85 km/h (24m/s, 47kn, Bft 9). Bei einem Wind dieser Stärke können zum Beispiel einzelne Äste herabstürzen. Fußgänger und Autofahrer sollen  besonders auf herabfallende Gegenstände achten. 

Hinzu kommt für Gegenden oberhalb von 400 Metern eine Warnung vor Schnee-Glätte. Am Montagmorgen hatte es in Lüdenscheid geschneit.

Die Polizei hatte 160 sturmbedingte Einsätze am Wochenende, darunter 26 in Lüdenscheid. Die anderen Einsätze verteilen sich wie folgt: 

Umgestürzte Bäume waren die Folge des Sturms, wie hier in Schalksmühle.

Altena (4) Balve (0) Halver (12) Hemer (7) Herscheid (4) Iserlohn (43) Kierspe (1) Meinerzhagen (8) Menden (18) Neuenrade (3) Plettenberg (6) Nachrodt-Wiblingwerde (8) Schalksmühle (4) Werdohl (8).

Sturmschäden in Schalksmühle

Mehrere Straßen waren am Montagmorgen noch gesperrt. 

Der Kreisbrandmeister bedankte sich via Facebook bei allen Helfern.

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