Kinderflohmarkt abgesagt: Gutachten kam sehr spät

Ein Eis zum Flohmarkt gehörte auch immer dazu. Im Stern-Center wird es die Veranstaltung künftig nicht mehr geben.

LÜDENSCHEID - Eine brandschutztechnische Stellungnahme, die erst kurz vor Toresschluss vorlag, und eine dadurch bedingt nur kurze Bearbeitungszeit für die Bauaufsicht der Stadt sind die Ursachen für die kurzfristige Absage des Kinderflohmarktes im Stern-Center.

„Wir haben schon noch überlegt, ob der Kinderflohmarkt stattfinden kann. Zum Beispiel, ob übergroße Ventilatoren, die im Bereich der Eingänge aufgestellt worden wären, für den notwendigen Luftdruck hätten sorgen können, um im Brandfall den Rauch wegzudrücken."

"Doch das hätte ja erst einmal getestet werden müssen. Es hätte einen Feldversuch geben müssen, ob das klappt oder nicht“, sagt Center-Manager Kai Ehlers.

Länger als gedacht habe es zudem gedauert, bis die brandschutztechnische Stellungnahme eines Gutachters vorgelegen habe. „Damit ist von unserem Unternehmen ein Experte beauftragt, der für alle Objekte der ECE-Gruppe zuständig ist. Seine Stellungnahme kam recht spät, weil er stark ausgelastet war.“

Daher lag die Anmeldung für eine vorübergehende Nutzungsänderung des SternCenters auch erst kurz vor dem Veranstaltungstermin beim Amt für Bauordnung vor. „Wenn das alles frühzeitiger geklappt hätte, hätten wir die Veranstaltung natürlich früher abgesagt“, erklärt Kai Ehlers. So hatten die Fans des Flohmarktes zum Teil schon lange Wartezeiten in Kauf genommen, um eine der begehrten 60 Standflächen zu ergattern, hatten sich darauf vorbereitet und waren dann um so enttäuschter über die kurzfristige Absage.

„Ja, das ist wirklich schade und unglücklich gelaufen“, bedauert auch Martina Edelhoff, städtische Fachdienstleiterin Bauordnung. So schnell habe man aber keine Ersatzfläche für die Veranstaltung aus dem Hut zaubern können. Dies hatten Kritiker der Absage gefordert. „Natürlich kann man Überlegungen darüber anstellen, eine solche Veranstaltung künftig zum Beispiel auch im Bürgerforum des Rathauses stattfinden zu lassen. Aber von jetzt auf gleich geht das natürlich nicht, und auch da sind natürlich Sicherheitsbestimmungen zu prüfen.“

Von Martin Messy

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare