Abriss im MK abgewendet: Investor investiert in Wohnungen - Mieter trotzdem unzufrieden

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Der Parkdruck auf der Obderbeckstraße ist für die Mieter der ehemaligen Bahnerwohnungen schon hoch – nun blockieren mehrere Bauschutt-Container schon seit Monaten den Randstreifen.

Lüdenscheid - Nach jahrelangem Leerstand der ehemaligen Wohnungen der Eisenbahner-Wohnungsgenossenschaft in Brügge ist die Sanierung an der Obderbeckstraße und an der Oberen Schlänke aus Sicht der neuen Eigentümer so gut wie abgeschlossen. Doch die Stimmung unter den Mietern ist nicht ungetrübt.

Bauschutt-Container blockieren weiterhin Parkplätze an der Opderbeckstraße. 

Ein Bewohner – er will namentlich nicht genannt werden – beklagt eine mitunter schwierige Kommunikation mit den neuen Eigentümern, der Bochumer Rhein Ruhr Invest GmbH. Einer der Geschäftsführer der Immobiliengesellschaft, Ralph Heckendorf, blickt auf arbeitsreiche Monate in Brügge zurück. 

"Komplette Heizungsanlage umgestellt"

Mit einer Gesamtinvestition von rund 1,2 Millionen Euro sei die „komplette Heizungsanlage umgestellt“ worden. Der Aufwand sei beträchtlich gewesen, weil die Obere Schlänke nicht ans Gasnetz angeschlossen gewesen sei. „Da haben die Lüdenscheider Stadtwerke super mit uns zusammengearbeitet.“ 

Ebenso seien „fast alle Bäder und Fußböden“ renoviert sowie die „komplette Elektrik erneuert“ worden. Inzwischen, so Heckendorf weiter, sei die alte Wohnanlage „bis auf eine Wohnung voll vermietet“. Nun stehe noch in drei Häusern der Ausbau der Dachgeschosse aus. 

Damit hat sich die Zuversicht einzelner Kommunalpolitiker offenbar bestätigt. Nach einem Gespräch mit den Investoren, an dem unter anderem SPD-Ratsherr Jan Eggermann und FDP-Mann Michael Wülfrath sowie Vertreter der Stadtverwaltung im August vergangenen Jahres teilgenommen haben, äußerte sich Eggermann optimistisch. Abriss oder Weiterverkauf der Immobilien seien vom Tisch

"Interessiert an gutem Verhältnis zu Mietern"

„Heckendorf hat uns versichert, dass sein Unternehmen langfristig am Erhalt der Häuser ebenso interessiert ist wie an einem guten Verhältnis zu den Mietern.“ 

Doch einer der Bewohner beklagt einen schlechten Umgang der Bochumer Immobiliengesellschaft mit den Mietern. „Die kümmern sich nicht um die Kleinigkeiten.“ So sei seine Mülltonne wochenlang nicht geleert worden, weil die Vermieter keine gültige Gebührenmarke besorgt hätten. 

„Ich habe immer wieder bei denen angerufen, passiert ist gar nichts.“ Erst als er die Mietzahlungen gekürzt habe, sei er telefonisch nach dem Grund gefragt worden und konnte das Anliegen schließlich klären. 

Ungeklärt ist hingegen aus Sicht der Anwohner die Herkunft und der Sinn der Bauschuttcontainer. „Die blockieren eine ganze Reihe von Parkplätzen, von denen gibt es sowieso nicht genug hier.“ 

Schuttcontainer sollen abgeholt werden

Nach einer ersten Auskunft aus dem Büro der Rhein Ruhr Invest sind die Eigentümer der Wohnanlagen dafür jedoch nicht verantwortlich. Nun meldete sich das Bochumer Unternehmen und kündigte an, die störenden Container am Freitag abholen zu lassen.

Auch Politiker der Partei Die Linke hatten sich gegen den Verkauf der ehemals genossenschaftlich vermieteten Wohnung gewandt. Vor allem der Umstand, dass bestehende Verträge gekündigt und neue Vereinbarungen unterschrieben wurden, stieß auf Skepsis.

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