Abriss des Holzhandel-Gebäudes konnte für Lüdenscheid teuer werden

Ein Abriss des Holzhandel-Gebäudes an der Bahnhofsallee könnte für die Stadt Lüdenscheid teuer werden

Lüdenscheid - Ein Abriss des Holzhandel-Gebäudes an der Bahnhofsallee könnte für die Stadt Lüdenscheid teuer werden. Nach LN-Informationen soll der Grund dafür eine alte Vereinbarung zwischen Stadtverwaltung und Unternehmen sein.

Wie dazu gestern weiter verlautete, soll sie aus Zeiten stammen, in denen die Stadt am Bahnhof noch nicht das Bildungsquartier „Denkfabrik“ plante, sondern nachbarschaftsverträgliches und zukunftsorientiertes Gewerbe.

Damals stand auch die Planung eines Neubaus für den Holzhandel an der Bahnhofsallee in Rede. Wohl um hier schneller voranzukommen, soll die Stadt dem Betrieb eine maßgebliche Beteiligung an den Abrisskosten in Aussicht gestellt haben. Wie verbindlich die Zusage heute für die klamme Stadt ist, blieb unklar, ebenso die Frage, ob und wann der Pachtvertrag gekündigt wurde.

Heute jedenfalls entstehen am Bahnhof mit Fachhochschule und Lichtinstitut längst wichtige Standbeine des Bildungsquartiers, während das Handelsunternehmen seinerseits im nächsten Jahr sein im Bau befindliches Domizil am nördlichen Stadtrand beziehen will. Somit könnte der nicht mehr benötigte Altbau an der Bahnhofsallee weichen – gäbe es da nicht die alte Vereinbarung.

Um die möglichen Kosten einer Abriss-Beteiligung wieder hereinzuholen, hatte die Verwaltung jetzt bekanntlich die Idee vorgetragen, das alte Gebäude des Holzhandels zu einer Tausalz-Lagerhalle für den Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb (STL) umzubauen. Mit der Miete, die der STL dann als städtische Tochter jahrelang an die Mutter bezahlen sollte, wären die Abrisskosten offenbar ausgeglichen gewesen.

Doch im Planungsausschuss stieß das Vorhaben, wie berichtet, auf breite Ablehnung – aus mehreren Gründen. Zum einen bliebe damit das hässliche Entree ins moderne Bildungsquartier auf Jahre hinaus erhalten, und die Gäste des geplanten „Park-Inn“-Tagungshotels hätten beständig die Aussicht auf eine Salzbaracke, deren Herrichtung obendrein 40 000 Euro kosten würde. Und: Der STL braucht nach den Worten des Werksausschuss-Vorsitzenden Bernd-Rüdiger Lührs gar keine große Salzhalle mehr, weil die Einlagerung größerer Mengen durch den Lieferanten erfolgt.

Den bald leer gezogenen Bau einfach stehen zu lassen, könne aus den vorgenannten Gründen keine Option sein, hieß es gestern weiter. Auf die Frage, wie es an der Bahnhofsallee nun weitergehen soll, gibt es zurzeit aber keine Antwort. - hgm

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare