200 Abiturienten feiern

Bergstadt-Gymnasiasten: „Humba“ der Grinsekatzen

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Beste Laune herrschte trotz Regens bei den Abiturienten des Bergstadt-Gymnasiums.

LÜDENSCHEID ▪ Gesungen, getanzt und geklatscht wurde viel. Meistens wild durcheinander. Bis jemand wieder den einen Hit einstimmte, der die Feiernden für kurze Zeit einte: das „Humba Täterä“, Hinsetzen inklusive.

Und besonders in diesen Momenten strahlten die gut 200 Abiturienten des Bergstadt-Gymnasiums, die erst feiernd durch die Stadt zogen und anschließend die Schule stürmten, mit der Grinsekatze auf den eigens für diesen besonderen Tag angefertigten Polo-Shirts um die Wette.

„Abice im Wunderland – Zwei Welten, ein Traum“ lautete das Motto der Jugendlichen in Anspielung darauf, dass sie sich als doppelter Abitur-Jahrgang gemeinsam von ihren Mitschülerinnen und Mitschülern verabschiedeten. „Am Anfang wollte das erst keiner so richtig, aber jetzt finden wir das ganz cool. Je mehr, desto besser“, sagte Deborah Wünsch, die das Abitur nach der „alten“ Regelung in 13 Jahren gemacht hatte.

Nach einem einstündigen „Warm-Up“ im Rosengarten zogen die G8- und G9-Absolventen über die Wilhelmstraße, das Loher Wäldchen und die Schützenhalle bis zum BGL, angeführt von Oli Bäcker. Der Azubi, der sich auf Bitte einer Abiturientin für gestern frei genommen hatte, fuhr nämlich mit Traktor und Musikanlage vorneweg.

Abisturm Bergstadt-Gymnasium

Und der diente bei den Zwischenstopps immer wieder auch als Bühne, wenn Feiernde die Maschine spontan enterten, um Schlachtgesänge anzustimmen. Das waren neben ironischen Seitenhieben auf die beiden Staberger Gymnasien vor allem die Parole „Abi-, Abi-, Abitur, BGL, zwanzig-dreizehn“ und – natürlich – die „Humba“.

Zwischendurch flogen Bonbons und andere Süßigkeiten, und auch mit Wasserpistolen hatten sich die Abiturienten bewaffnet. Die enthielten allerdings nur Erfrischungen für zwischendurch. Für Abkühlung sorgte das regnerische Wetter, das die Stimmung der Feiernden jedoch nicht im Geringsten beeinflusste. Im Gegenteil: Fast schon trotzig war ein Großteil nur in schwarzen Polo-Shirts und den unverzichtbaren (in diesem Fall sandfarbenen) Latzhosen unterwegs, die von Mitschülern und Lehrern bemalt wurden.

Zum Finale „stürmten“ die Absolventen die Schule und die Turnhalle des BGL, wo die Pädagogen gefordert waren: In zwei Teams traten, auch vor einem Großteil der restlichen Schülerschaft, einige ausgewählte Lehrer in den Katagorien Scharade, Karaoke und „Germany´s Next Topmodel“ gegeneinander an, und Rektorin Annette Meyer musste ihre Fähigkeiten im Kuchenwettessen unter Beweis stellen.

Im „Eigenart“ ging der Party-Marathon gestern Abend weiter. Die eine oder andere „Humba“ bis in die heutigen Morgenstunden folgte noch. ▪ Sven Prillwitz

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