Schulleitung zeigt sich irritiert

Gefloppter Abisturm am Staberg - die große Party für alle bleibt aus

+
Abisturm an der Staberger Gymnasien: Ein buntes Rahmenprogramm mit Spielen hatten die Abiturienten nicht vorbereitet. Zu lauter Musik feierten sie vor allem sich selbst.

[Update, 14.10 Uhr] Lüdenscheid - Abisturm Teil 2, doch die große Party blieb aus: Nach dem Bergstadt-Gymnasium (BGL) feierten am Mittwoch die Jahrgänge des Geschwister-Scholl- und des Zeppelin-Gymnasiums das Ende ihrer Schulzeit. 

So einen Abisturm hatten auch die Staberger Gymnasien noch nicht gesehen. Die Abiturienten des Zeppelin- und des Geschwister-Scholl-Gymnasiums stürmten am Mittwochmorgen ihre Schulen und versammelten alle Mitschüler und Lehrer auf dem Pausenhof. Dort wartete eine Band, die mit wummernden Bässen für eine mächtige Geräuschkulisse sorgte.

Die einzige Gemeinschaftsaktion: Die Schulabgänger versammelten sich vor der Bühne und sangen gemeinsam. „Abiabiabitur“ und „Scheiß BGL“ waren die wenig originellen Texte, die die Abiturienten gröhlten. Wer darüber hinaus mit einem bunten und lustigen Programm für die ganze Schulgemeinschaft gerechnet hatte, wurde allerdings enttäuscht.

Schulleitung zeigt sich irritiert

Spiele, eine Hüpfburg und andere Aktionen – Fehlanzeige! Auch die Schulleitung zeigte sich irritiert über das Ausbleiben eines echten Festes, wie Scholl-Rektorin Antje Malycha im Gespräch mit der Redaktion betonte. „Es war alles abgesprochen. Es sollte eine Hüpfburg aufgestellt werden. Und auch das Feuerrote Spielmobil sollte anrollen. Aber heute Morgen war davon nichts zu sehen.“

Mängel und Fehler in der Organisation

Den Grund dafür erfuhr Antje Malycha in einem Gespräch mit der Leiterin des Abisturm-Organisationsteams: „Sie hat mir gesagt, dass sich der ganze Jahrgang zerstritten hat. Am Ende wusste nicht einmal sie selbst, was beim Sturm passieren würde.“ Es habe Mängel und Fehler in der Organisation gegeben, berichtete die Scholl-Rektorin weiter.

Bilder vom Abisturm am Scholl und Zepp in Lüdenscheid

"Das alles war ein Flop!"

Glücklich war Antje Malycha mit dem Abisturm in keiner Weise: „Zwei Schulen haben dabei zugesehen, wie sich die Abiturienten selber feierten. Die Abijahrgänge haben sich als Feiergemeinde verstanden. Sie haben die Spaßkultur nur auf sich selbst bezogen. Für die große Schulgemeinschaft haben sie nichts getan. Das alles war ein Flop.“

Lob für die Bergstadt-Gymnasiasten

Für die von den Abiturienten verunglimpften Bergstadt-Gymnasiasten fand Antje Malycha hingegen nur anerkennende und lobende Worte: „Das BGL hatte schon immer eine völlig andere Spiel- und Spaßkultur als wir. Sie verstehen es, zu feiern und dabei die gesamte Schüler- und Lehrerschaft einzubeziehen. Das hat am BGL eine lange Tradition.“

Ernste Diskussion werden folgen

Der Abisturm wird für die Zepp- und Scholl-Schülerschaft Konsequenzen haben. „Wir werden eine ernste Diskussion über diesen Abisturm und über Abistürme generell führen“, betonte Antje Malycha.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare