Abi-Bälle zur Festzeit sind der LSG nur recht

Abi-Bälle zur LSG-Festzeit machen den Schützen nichts aus.

LÜDENSCHEID ▪ Die Lüdenscheider Schützengesellschaft (LSG) feiert ihr Schützenfest erstmals mit einer Zehn-Tage-Kirmes vom 1. bis 10. Juli – ihre prächtige Halle ist in dieser Zeit freitags uns samstags mit Abi-Bällen belegt.

Nachdem es dazu kritische Fragen gab, gar von „Selbstaussperrung“ der Schützen die Rede war, erläuterte Vorsitzender Friedrich-Karl Schmidt auf LN-Anfrage das Vorgehen: „Die LSG geht neue Wege, auch mit dem Schützenfest. Wir wollen diesen und andere Höhepunkte im Schützenjahr gemeinsam mit der Bevölkerung feiern. Deshalb ist es uns nicht nur recht, sondern wir begrüßen ausdrücklich, dass die Halle zu dieser Zeit anderweitig ausgebucht ist.“ Wenn sich die neuen Veranstaltungs-Ideen, über die Schmidt noch kein Detail verraten will, durchsetzen, dann werde dies auch für die kommenden Jahre gelten.

Schmidt ist mit seinen Offizieren der Ansicht, dass es gilt, dem Negativtrend beim Besuch von Schützenfesten entgegenzuwirken – Motto: „Wenn die Leute nicht mehr so zahlreich wie früher zu uns kommen, gehen wir zu den Leuten.“ Ob Vogelschießen oder Zapfenstreich, die Schützen wollten mit ihren Veranstaltungen bewusst aus der Halle heraus, in der sie zuletzt zu oft unter sich blieben. Unter der Devise „Neu – besser – anders“ will Schmidt die LSG attraktiver machen. Dies gelte für Kirmes und Schützenfest, aber auch für die Halle, die mit Felice Bucci ab Herbst bekanntlich einen neuen Pächter mit neuen Ideen erhält. Noch unter Regie von Anne Fürstenberg stehen indes die Abi-Bälle der Staberg-Gymnasien (Freitag, 1. Juli), des Rohlfs-Gymnasiums Hagen (2. Juli), des Anne-Frank-Gymnasiums Halver (Freitag, 8. Juli) und des Bergstadt-Gymnasiums am Samstag, 9. Juli.

Anne Fürstenberg hatte bekanntlich angekündigt, sich im Herbst in ihre Heimat im Emsland zurückziehen zu wollen. Inzwischen hat sie jedoch eine erste Offerte der Bürgerschützen erhalten, was deren Vorsitzender Rolf Linnepe gestern bestätigte. Der BSV suche einen Pächter für sein Festzentrum auf der Hohen Steinert. Dort sei die Familie Scheithauer, die das Restaurant Edelweiß und den Saal seit Jahren mit Erfolg manage, nach einer Vertragsverlängerung definitiv noch bis Ende Juli 2011 tätig. Danach wolle sie aus privaten Gründen fortziehen. Folglich arbeiten die Bürgerschützen nun ihrerseits an einer Nachfolgeregelung, für die Anne Fürstenberg als bewährte und bekannte Pächterin in Lüdenscheid in Frage komme. Noch auf dem Neujahrsempfang der Stadt habe man ein Gespräch dazu geführt, sagte Linnepe. Konkrete Verhandlungen gebe es allerdings noch nicht.

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