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A45-Umleitung: Neue Ampel in Brügge kommt nicht vor November

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Von: Leon Malte Cilsik

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Die Lösenbacher Landstraße entwickelt sich an der Einmündung zur Volmestraße seit der Brückensperrung zunehmend zum Nadelöhr. Eine Ampel soll Abhilfe schaffen.
Die Lösenbacher Landstraße entwickelt sich an der Einmündung zur Volmestraße seit der Brückensperrung zunehmend zum Nadelöhr. Eine Ampel soll Abhilfe schaffen. © Cedric Nougrigat

Eine neue Ampelanlage auf der Lösenbacher Landstraße soll der seit der Brückensperrung bestehenden Verkehrsproblematik in Brügge beikommen. Die Planung soll im Oktober beginnen, die Umsetzung lässt wohl noch länger auf sich warten.

Lüdenscheid – Die Verkehrssituation in Brügge war Mitte August ein heiß diskutiertes Thema im Bau- und Verkehrsausschuss (wir berichteten). Denn spätestens seit der Sperrung der A45 vor rund acht Monaten ist klar: Die Einmündung der Lösenbacher Landstraße auf die Volmestraße in Brügge wird zunehmend zum Nadelöhr.

Der städtische Verkehrsplaner Christian Hayer erklärte damals, dass täglich rund 2000 Fahrzeuge mehr als zuvor die Einmündung im Volmetal passieren, allein beim Schwerlastverkehr habe die Stadt eine „vier- bis fünffache Steigerung“ registriert. So entstehen auf der „LöLa“ vor allem durch Linksabbieger wachsende Rückstaus mit langen Wartezeiten.

A45-Umleitung: Neue Ampel in Brügge kommt nicht vor November

Die Stadt präsentierte damals eine neue Ampelanlage als Lösungsansatz für die Verkehrsproblematik, die sich mit der Vertiefung der Brückenunterfahrten im Volmetal wohl weiter verschärfen wird.

„Straßen.NRW hat bereits die nötigen Verkehrsdaten und topographischen Aufnahmen gesammelt, sodass wir die Planung der Ampelanlage in der ersten Oktoberhälfte in Auftrag geben können“, sagt Stadt-Sprecherin Marit Schulte-Zakotnik rund einen Monat nach der Ausschusssitzung auf Anfrage unserer Zeitung.

Zunächst soll eine provisorische Ampel installiert werden, deren technische Planung aber bereits der später folgenden Dauerlösung entspräche. „Die Umsetzung übernimmt dann wieder Straßen.NRW“, erklärt Schulte-Zakotnik. „Dass dies aber noch im Oktober passiert, ist unwahrscheinlich.“

Zu den damaligen Anregungen von SPD-Ratsherr Gordan Dudas, das Linksabbiegen von der Lösenbacher Landstraße durch eine Parallelspur auf der Volmestraße zu erleichtern und zusätzlich ein Tempo-30-Limit in Brügge in Erwägung zu ziehen (wir berichteten), sagte die Stadtsprecherin, dass sich Ersteres wohl mit Installation der Ampelanlage erledigt hätte, da eine Parallelspur dann überflüssig wäre.

In Bezug auf die Geschwindigkeitsbegrenzung befände sich die Stadt dagegen aktuell in Abstimmungen mit Straßen.NRW. „Ein solcher Schritt ist eventuell im Rahmen des Lärmaktionsplan denkbar – kurzfristig lässt sich das aber wohl nicht umsetzen“, sagt Schulte-Zakotnik. Somit werde auch die jetzige Tempo-50-Regelung bei der Planung der Ampel zugrunde gelegt, Nachjustierungen seien aber möglich.

Wird die Talbrücke Rahmede noch vor Weihnachten 2022 gesprengt? Das erscheint nun mehr als fraglich. Die Autobahn GmbH gibt sich schmallippig.

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