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A45-Umleitung: Lkw-Anteil in einigen Straßen bei 66 Prozent

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Von: Jan Schmitz

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An der Lennestraße hat sich der Lkw-Anteil nachts auf 48,9 Prozent erhöht.
An der Lennestraße hat sich der Lkw-Anteil nachts auf 48,9 Prozent erhöht. © Cedric Nougrigat

Jetzt haben es die Anwohner der Bedarfsumleitung schwarz auf weiß: Seit der A45-Sperrung hat der Verkehr nicht nur teils deutlich zugenommen. Der Lkw-Anteil ist auf der Strecke durchs Stadtgebiet auch höher als auf jeder Autobahn. Am Schlimmsten ist es in der Straße Im Grund. Hier sind nachts zwei von drei Fahrzeugen Lkw (66,5 Prozent).

Die Verkehrszählung wurde im Auftrag der Autobahn GmbH kurz vor den Sommerferien, am 21. und 22. Juni, durchgeführt. 48 Stunden lang wurden alle Fahrzeuge auf der Bedarfsumleitung U16/U39 gezählt und nach Lkw und Pkw unterschieden.

Täglich etwa 25 000 Fahrzeuge

Die nun vorgelegte Auswertung zeigt, dass an der Anschlussstelle Lüdenscheid-Nord täglich etwa 25 000 Fahrzeuge auf- und abfahren. Das sind knapp 9 000 mehr als vor der A45-Sperrung. Der Anteil der Lkw erhöhte sich im Vergleich zu 2019 von 3,5 Prozent auf 21 Prozent am Tag und 43 Prozent in der Nacht.

Vor allem der Lkw-Anteil ist gerade in den Nachtstunden sehr hoch.

Autobahn GmbH

„Vor allem der Lkw-Anteil ist gerade in den Nachtstunden sehr hoch“, heißt es von der Autobahn GmbH. Ein weiteres Beispiel: An der Lennestraße hat sich der Lkw-Anteil nachts von 1,4 Prozent (2019) auf nun 48,9 Prozent erhöht. Mehr als 5 000 Lkw zusätzlich fahren hier täglich durch.

Im Grund waren vor der Sperrung 6 264 Fahrzeuge unterwegs (etwa 2 Prozent Lkw). Bei den Messungen im Juni wurden 13 169 Kfz gezählt. Der Lkw-Anteil liegt hier tagsüber inzwischen bei 36,6 und nachts bei 66,5 Prozent. Auch durch die Altenaer Straße fahren 10 000 Fahrzeuge mehr als vor der Sperrung (Lkw-Anteil nachts: 59 Prozent).

Lkw-Anteil nachts von 1,4 Prozent (2019) auf nun 48,9 Prozent erhöht

Die gewonnenen Verkehrsdaten dienen der Berechnung der Lärmbelastung. Wie berichtet, können Eigentümer der Gebäude entlang der Umleitung einen Antrag auf Erstattung der Kosten für den Einbau von Lärmschutzfenstern und Lüftern stellen. Damit wolle man die Anlieger entlasten, schreibt dazu die Autobahn GmbH.

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