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A45-Sperrung: SPD fordert Verkehrskonzept zur Entlastung von Anwohnern

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Von: Olaf Moos

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Verkehrsstau auf Brüderstraße in Lüdenscheid
Neben zahlreichen inoffiziellen Ausweichrouten ist auch die Brüderstraße seit der Sperrung der A45 deutlich stärker durch Verkehr belastet als je zuvor. © Cedric Nougrigat

Mindestens fünf Jahre statt wie zunächst angekündigt sechs Monate wird Lüdenscheid wegen der Autobahnsperrung massenhaften Durchgangsverkehr erleiden.

Lüdenscheid - Die SPD-Fraktion im Stadtrat will nun per Antrag dafür sorgen, dass vor allem „Straßen, die zu inoffiziellen Ausweichrouten geworden sind“ und an denen sich Schulen, Kitas oder Spielplätze befinden, entlastet werden. Das teilt SPD-Fraktionschef Jens Voß mit.

Die Stadtverwaltung soll nach dem Willen der Sozialdemokraten „kurzfristig ein Verkehrskonzept erstellen“, das die hohe Belastung städtischer Straßen verringert und Rückmeldungen und Anregungen von Bürgern „möglichst berücksichtigt“, wie es in dem Antrag heißt.

Maßnahmen sollen demnach besonders für folgende Routen getroffen werden: Fuelbecker Straße am Vogelberg, Im Olpendahl am Wehberg, Brockhauser Weg in Gevelndorf, Uhland- und Dannenbergstraße am Dickenberg und Brüderstraße in der Innenstadt.

Um die Lage auf Lüdenscheids Straßen zu entschärfen, will die SPD-Fraktion die Fachleute im Rathaus zunächst mit einer Reihe von Prüfungen beauftragen. Dabei soll es um bauliche Veränderungen zur Reduzierung des Verkehrsflusses gehen, aber auch um dauerhafte Tempokontrollen.

Weiter heißt es in dem Antrag: „Es soll ferner geprüft werden, ob dort, wo kein generelles Tempo 30 gilt, dies in der Zeit von 22 bis 6 Uhr vorgeschrieben werden kann zugunsten einer besseren Nachtruhe“ der Anwohner“. Geprüft werden sollen außerdem die Ergänzung von Verkehrsinseln um Zebrastreifen mit zusätzlichen Schildern sowie die Möglichkeit regelmäßiger Kontrollen von Strecken, die für Lastwagen gesperrt sind.

Ein weiterer Schwerpunkt soll laut SPD-Vorschlag die Kontaktaufnahme mit Navigationsdienstleistern sein, damit offizielle Umleitungen stärker genutzt und Schulen oder Kindergärten besser geschützt werden. Dazu schreibt Voß: „Navigationsdienstleister wie Google Maps richten sich bei der Routenauswahl offenbar nur nach der kürzesten Gesamtfahrzeit und berechnen diese in Echtzeit. Sobald die Möglichkeit besteht, auch nur eine Minute durch eine andere Route schneller zu sein, wird diese vorgeschlagen – unabhängig von offiziellen Umleitungen.“

Der Haupt- und Finanzausschuss tagt am 24. Januar um 17 Uhr im Ratssaal.

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