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A45-Sperrung: So will Bürgerinitiative am 10. Juni Druck machen 

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Von: Monika Salzmann

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Wegen der A45-Sperrung hat sich jetzt eine Bürgerinitiative gegründet.
Wegen der A45-Sperrung hat sich jetzt eine Bürgerinitiative gegründet. © Jakob Salzmann

Die Bürgerinitiative (BI) A45, die sich am Dienstag in der Gaststätte Zum Eichholz zu einer konstituierenden Versammlung zusammenfand und einen Vorstand wählte, plant eine weitere Demo gegen den Durchgangsverkehr. Am 10. Juni, vor der Sondersitzung des Rates im Kulturhaus zum Thema A45, soll der Demonstrationszug vom Rathausplatz in Richtung Kulturhaus starten. Alle Mitglieder der BI A45 hoffen auf möglichst zahlreiche Teilnahme.

Als Mitinitiator der Bürgerinitiative hieß Otto Ersching (Die Linke) die Versammlungsteilnehmer in der Gaststätte willkommen. Ein Führungsteam, das künftig organisatorische Aufgaben übernehmen und Inhalte formulieren wird, war schnell gefunden.

Einstimmig wählte die Runde Heiko Schürfeld zum Sprecher der Bürgerinitiative. Heike Sieling-Laudien, die gleichfalls einstimmig gewählt wurde, übernimmt Führungsaufgaben als stellvertretende Sprecherin. Als Pressesprecher und Schriftführer wird künftig Martin Krings fungieren. Petra Gerbersmann, René Jarackas, Thomas Körnich und Marion Welschke bilden den Beirat, der das Führungsteam unterstützen wird.

Wir als Zivilgesellschaft müssen dagegen vorgehen.

Otto Ersching von der Bürgerinitiative A45

Auf die jüngste Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses der Stadt Lüdenscheid, bei der Sachstandsberichte über die Auswirkungen der Sperrung der Rahmedetalbrücke auf der Tagesordnung standen, und die von der CDU beantragte außerordentliche Ratssitzung zur A45-Sperrung am 10. Juni ging Linken-Politiker Jupp Fillipek, Mitinitiator der Bürgerinitiative, bei der Versammlung ein. Die Schilderung von Betroffenen habe bei der Bauausschusssitzung beeindruckt, erklärte er. Allerdings lehne es die Autobahn GmbH ab, einen Brückenwächter auf der A45 zu installieren, um den überregionalen Schwerlastverkehr aus Lüdenscheid herauszuhalten. Begründung: nicht durchsetzbar und rechtlich problematisch.

„Wir als Zivilgesellschaft müssen dagegen vorgehen“, forderte Otto Ersching. Es gehe um die Interessen der Anwohner. Auf den Wirtschaftsstandort hätten alle ein Auge, auf die Menschen nicht.

Flugblatt an Haushalte

Mit einem Flugblatt, das an Haushalte verteilt werden soll, möchte die Bürgerinitiative ihren Forderungen Nachdruck verleihen. Darin fordert sie ein Nachtfahrverbot für Lkw, den Brückenwächter und das Raushalten des Durchgangsverkehrs – Lkw und Pkw eingeschlossen – aus Lüdenscheid. Außerdem wollen sie die Beschleunigung des Brückenbaus, den Schutz und die Sicherung der Arbeitsplätze in der Region, Kontrollstationen an den Autobahnausfahrten und den gesundheitlichen Schutz der Menschen. 2500 Flyer sollen erstellt und verteilt werden, um die Lüdenscheider zu mobilisieren. Es gehe nicht nur um die Anwohner an der Umleitungsstrecke, sondern um alle Lüdenscheider.

Die Demo vor der Sondersitzung am 10. Juni soll um 15.30 Uhr auf dem Rathausplatz starten. Geplant ist, von dort über den Sternplatz und ein kleines Stück der Altenaer Straße hinauf zum Sauerfeld zu ziehen, sich zunächst rechts zu halten, unten angekommen eine Kehre zu machen und die Sauerfelder Straße zurück zur Freiherr-vom-Stein-Straße bis zum Kulturhaus zu ziehen. Dort soll eine Kundgebung stattfinden. Eine Delegation soll anschließend an der Sondersitzung, die um 17 Uhr beginnt, teilnehmen.

Das nächste Treffen der Bürgerinitiative A45 findet am kommenden Dienstag ab 18 Uhr in der Gaststätte Zum Eichholz, Glatzer Straße 25, statt.

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