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A45-Sperrung: SIHK fordert Neubau in „fünf Jahren minus X“

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Von: Thomas Machatzke

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Sieht sich der Kritik der SIHK ausgesetzt: Verkehrsminister Dr. Volker Wissing. © Cedric Nougrigat

Das Schreiben von Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing an die Kommunen und Bundespolitiker der Region in Sachen A45-Sperrung im Vorfeld seines Lüdenscheid-Besuchs führte zu keiner Beruhigung bei den betroffenen Unternehmen.

Lüdenscheid – „Da bleiben noch viele Fragen offen“, stellten Gudrun Winner-Athens und Dr. Frank Hoffmeister als Vizepräsidentin und Vizepräsident der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK).

„Uns fehlt nach wie vor ein konkreter Zeit- und Maßnahmenplan, wie wir ihn bei Großprojekten in der Industrie kennen“, sagt Dr. Frank Hoffmeister und betont als Lüdenscheider Unternehmer: „Vor dem Hintergrund der enormen Belastungen hier in Lüdenscheid brauchen wir die größtmögliche Transparenz und Verlässlichkeit im weiteren Verfahren, um das Zutrauen in den Standort nicht gänzlich zu verlieren. Um Entscheidungswege zu verkürzen, hat das Ministerium einen Lenkungskreis eingerichtet, so erfahren wir. Welchen Einfluss hat dieser Kreis aber auf die Dauer des Verfahrens? Was läuft jetzt schon anders als bei anderen Projekten, die dann fünf Jahre und länger dauern?“, fragt sich Gudrun Winner-Athens, die am Donnerstag zusammen mit Hoffmeister das Unternehmergespräch moderierte.

„Unsere Forderung lautet: Fünf Jahre minus X. Ich bin mir sicher: Dauert der Brückenneubau wirklich fünf Jahre, werden wir die Region nicht wiedererkennen“, unterstreicht die Logistikexpertin aus Iserlohn die Forderung nach einem Ende der Sperrung in Rekordzeit. „Die Region ist unverschuldet in eine Notlage geraten, durchaus mit einer Naturkatastrophe vergleichbar. Daher brauchen wir jetzt schnelle, unbürokratische, verlässliche und planbare Hilfe“, erklärte Dr. Hoffmeister entschieden.

A45-Sperrung: SIHK fordert Neubau in „fünf Jahren minus X“

Auch Bürgermeister Sebastian Wagemeyer erneuerte am Donnerstag im Rahmen der Pressekonferenz im Rahmen des Minister-Besuchs die Forderungen, dass die Region – sowohl die Unternehmen als auch die Stadt selbst – finanziell entschädigt werden müsse in der Folge der Brückensperrung.

„Wir erwarten ganz klar Unterstützung für die Transformation der Stadt und der Region“, stellte Wagemeyer fest, „damit wir die Weichen stellen können, damit die Stadt eine Zukunft hat. Die Menschen vor Ort haben ein Recht auf Perspektiven und auch auf schnelle Lösungen.“

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