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A45-Sperrung: Neubau an der Talbrücke - von ansprechend gestalteten Betontürmen

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Von: Jan Schmitz

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Tischler-Azubi Leon Galeske arbeitet in der STL-Werkstatt an den Fledermauskästen.
Tischler-Azubi Leon Galeske arbeitet in der STL-Werkstatt an den Fledermauskästen. © Autobahn Westfalen/Guido Raith

Fledermäuse an der gesperrten Talbrücke Rahmede können den nächsten Winter in neuen Quartieren verbringen. Dafür werden als Pfeilerersatz optisch ansprechend gestaltete Betontürme in der Nähe errichtet, wie die Autobahn Westfalen am Donnerstag mitteilte. Die Türme sind aber nur ein mögliches Ersatzquartier für die nachtaktiven und streng geschützten Säugetiere.

Lüdenscheid – 40 Winter- und 40 Sommerquartierkästen werden benötigt. Sie werden im Umfeld der gesperrten Brücke aufgestellt, um zusätzlich das Quartierangebot zu vergrößern. Mit dem Bau dieser speziellen Kästen hat die Autobahn Westfalen die Schreinerei des Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetriebs Lüdenscheid (STL) beauftragt. Die Schreiner-Arbeiten haben pünktlich zu den ersten warmen Sonnenstrahlen bereits begonnen.

„Wir sind froh, dass der STL uns bei diesem Projekt so kurzfristig unterstützt“, sagt Simon Söhnchen, als Landespfleger bei der Autobahn Westfalen für die Umweltbelange im Zusammenhang mit dem Brückenneubau zuständig. Dass zahlreiche Fledermausarten im Rahmedetal und auch in der Brücke überwintern, ist laut Mitteilung schon mit den Kartierungen aus den Jahren 2016 bis 2019 deutlich geworden. Auf diese Daten aufbauend seien nun weitere Untersuchungen durchgeführt und Umsiedlungskonzepte entwickelt worden. Wie berichtet, waren hochgerechnet mehr als 1 000 Fledermäuse nachgewiesen worden, darunter das Braune Langohr und der Große Abendsegler. „Alle Maßnahmen werden mit den zuständigen Behörden und auch den ehrenamtlichen Naturschutzverbänden abgestimmt“, setzt Söhnchen auf eine enge Zusammenarbeit. „So können wir die besten Ergebnisse für den Artenschutz erreichen.“

Für Söhnchen ist es wichtig, dass die neuen Quartiere für die Fledermäuse von den Tieren angenommen werden. „Die Ersatzmaßnahmen müssen funktionsfähig sein, bevor wir mit der Sprengung und dem Neubau wesentlich in die Umwelt eingreifen“, erklärt er das Prinzip. Und mit Blick auf den wichtigen Arten- und Naturschutz richtet der Mitarbeiter der Autobahn Westfalen auch einen Appell an die Bürger: „Respektieren Sie die Schutzräume und stören Sie die Tiere in den neuen Lebensräumen nicht.“

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