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 A45-Sperrung: Bürgerinitiative will „fahrlässigen Umgang mit Gesundheit“ nicht akzeptieren

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Von: Stefan Herholz

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Die Stickstoff-Belastung ist zu hoch an der Lennestraße.
Die Stickstoff-Belastung ist zu hoch an der Lennestraße. © Cedric Nougrigat

Mit ein wenig zeitlicher Distanz zieht die Lüdenscheider Bürgerinitiave A45 eine Bilanz ihrer Demonstration, zu der sie am vergangenen Freitag anlässlich der außerordentlichen Ratssitzung zur A45-Sperrung aufgerufen hatte.

„Trotz des ungünstigen Wochentags und der frühen Uhrzeit, geschuldet der anschließenden öffentlichen Sonderratssitzung im Kulturhaus, haben über 150 Menschen an unserer Demo im Stadtzentrum teilgenommen“, heißt es in einem Schreiben von Sprecher Heiko Schürfeld. „Die Aktion war aus unserer Sicht ein Erfolg, weil sie die Probleme der Menschen in Lüdenscheid, besonders die an den Umleitungsstrecken, lautstark in die Öffentlichkeit gebracht hat.“

Zeitgleich kündigt die Bürgerinitiative weitere Aktionen an, „denn mit den ausweichenden und standardisierten Antworten in der Sonderratssitzung, mit denen man uns Bürger seitens Straßen.NRW, der Autobahn GmbH sowie dem Verkehrsministerium Berlin abspeisen wollte, werden wir uns nicht zufriedengeben. Es wurde einmal mehr deutlich, dass die Verantwortlichen in Düsseldorf und Berlin persönlich nicht betroffen sind und wenig Bereitschaft zeigen, besondere Maßnahmen zu ergreifen.“

denn fünf Jahre halten die Menschen und die Wirtschaft die Verkehrsbelastung nicht aus.

Sprecher Heiko Schürfeld

Deshalb werde die Bürgerinitiative weitere Aktionen vorbereiten. Priorität habe die Forderung, den Durchgangsverkehr aus Lüdenscheid und dem Volmetal zu verbannen, „denn fünf Jahre halten die Menschen und die Wirtschaft die Verkehrsbelastung nicht aus.“ Schon jetzt berichten Betroffene von Beschwerden. Laut Straßen.NRW sei mit einer Auswertung der Emissions-Messergebnisse an der Lennestraße nicht vor Mitte 2023 zu rechnen, etwaige Maßnahmen würden nicht vor 2024 erfolgen. „Solch einen fahrlässigen Umgang mit unserer Gesundheit werden wir nicht akzeptieren.“

Zugleich ruft die Initiative dazu auf die Online-Petition von Walburga Jung auf change.org/Gesetz zur Beschleunigung des Neubaus zu unterstützen.

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