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A45-Sperrung: Bürgerinitiative bittet Wissing zum Gespräch

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Von: Leon Malte Cilsik

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Die A45-Bürgerinitiative wendet sich in einem Brief an Volker Wissing.
Die A45-Bürgerinitiative wendet sich in einem Brief an Volker Wissing. © Cornelius Popovici

In einem offenen Brief wendet sich die Bürgerinitiative A45 direkt an Volker Wissing. Sie bittet den Bundesverkehrsminister darum, sich bei seinem Besuch am 11. August in Lüdenscheid Zeit für Gespräche mit Anwohnern und Betroffenen zu nehmen. Seit der Sperrung der Talbrücke Rahmede und der A45 im Dezember 2021 „wälzen sich täglich Tausende Fahrzeuge durch das Stadtgebiet von Lüdenscheid“, heißt es einleitend in dem Brief.

Dies habe zu gravierenden Veränderungen in der Region geführt: „Heimische Unternehmen sind in ihren Logistikprozessen erheblich gestört. Die Firmen verlieren ihre Mitarbeiter. Pendler haben keine Lust mehr, einen großen Teil ihrer Lebenszeit im Stau zu verbringen. Die Fachkräfte suchen sich neue Stellen und wandern aus der Region ab. Die Unternehmen kämpfen mit steigenden Kosten, sodass Verlagerungen und Schließungen der Standorte die Folge sind“, zählt die Bürgerinitiative auf. Der Verfall der heimischen Wirtschaft und somit auch Lüdenscheids habe begonnen.

Autobahnumleitungen dürfen nicht dauerhaft durch dicht bewohnte Gebiete führen! Die Lebensqualität der ganzen Region sinkt rapide. Lärm und Abgase sind auf Dauer nicht zu ertragen! Die Menschen an den Umleitungsstrecken können gerade bei den aktuellen Temperaturen weder am Tage noch nachts die Fenster zum Lüften öffnen. Lüftungsanlagen oder Lärmschutzfenster können hier nicht die Dauerlösung sein!

Die A45-Bürgerinitiative

Die größten Verlierer aber seien die Menschen an den Umleitungsstrecken: „Sie werden 24 Stunden am Tag mit Lärm, Staub und Abgasen über alle Maße belastet. Der Krankenstand der Anwohner an diesen Strecken ist seit dem 2. Dezember 2021 stetig gestiegen, und langfristig wird es sicher zu schweren Erkrankungen, wenn nicht sogar zu Todesfällen führen. Die physischen und psychischen Belastungen, denen die Menschen tagtäglich ausgesetzt sind, führen zu Stress, welcher nachweislich Herzinfarkte und Schlaganfälle mit verursacht.“

Brief an Wissing

Daher fordert die Bürgerinitiative: „Autobahnumleitungen dürfen nicht dauerhaft durch dicht bewohnte Gebiete führen! Die Lebensqualität der ganzen Region sinkt rapide. Lärm und Abgase sind auf Dauer nicht zu ertragen! Die Menschen an den Umleitungsstrecken können gerade bei den aktuellen Temperaturen weder am Tage noch nachts die Fenster zum Lüften öffnen. Lüftungsanlagen oder Lärmschutzfenster können hier nicht die Dauerlösung sein!“ Denn die Autobahn GmbH sei entweder nicht willens oder nicht in der Lage, die Allgemeine Verwaltungsvorschrift 776 IV. konsequent anzuwenden und den Transitverkehr weiträumig über das Autobahnnetz umzuleiten.

In ihrem Brief erinnert die Bürgerinitiative Wissing an ein Versprechen vom April dieses Jahres: „Bei der Eröffnung des Brückenbauer-Büros am 28. April haben Sie in Ihrem Grußwort uns Bürgern gesagt: ‘Sie können sicher sein, dieses Projekt hat meine ganz besondere Aufmerksamkeit.’ Es sei Ihnen ein ‘Herzensanliegen, so schnell wie möglich mit so wenig wie möglich Beeinträchtigungen’ eine neue Brücke zu bauen. Bitte zeigen Sie Herz, nehmen Sie sich die Zeit und sprechen mit Anwohnern und Betroffenen. Versuchen Sie, mit uns Menschen in Lüdenscheid gemeinsam eine Lösung zu finden.“

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