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A45-Sperrung: Kurzzeitig Stau unter der Talbrücke möglich - für Arbeiten

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Von: Jan Schmitz

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Unter der Rahmede-Brücke in Lüdenscheid kann es ab der kommenden Woche zu kurzzeitigen Staus kommen. Grund sind vorbereitende Tätigkeiten für die Sprengung.

Lüdenscheid - Im Zusammenhang mit der Neubauplanung der Talbrücke Rahmede läuft derzeit die so genannte Beweissicherung an den Gebäuden im Umfeld der Brücke. Dies passierte bislang weitgehend unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit. Die Anlieger hingegen bekamen Besuch von Experten, die den Zustand der Gebäude vor der noch für dieses Jahr geplanten Sperrung dokumentierten.

AutobahnA45
Länge257 km
BundesländerNordrhein-Westfalen; Hessen; Bayern

Die Beweissicherung ist allerdings nicht nur auf Privat- und Firmengebäude im Umfeld der maroden Brücke in Lüdenscheid beschränkt. Nun wird auch die Infrastruktur unterhalb der Erde geprüft.

Talbrücke Rahmede in Lüdenscheid: Arbeiten für die Beweissicherung.
Talbrücke Rahmede in Lüdenscheid: Arbeiten für die Beweissicherung. © Cornelius Popovici

Wie die Autobahn Westfalen am Mittwoch mitteilte, werden ab kommenden Montag, 8. August, auch die Kanäle unterhalb der Altenaer Straße und der Straße „Im Wiesental“ in Lüdenscheid in unmittelbarer Nähe der Talbrücke Rahmede in Augenschein genommen. Dabei könne es vereinzelt zu kurzzeitigen Verkehrsbeeinträchtigungen kommen, hieß es von der Autobahngesellschaft.

Die verrohrten Bachläufe, Überläufe und Leitungen (zum Beispiel für Erdgas und Trinkwasser) werden im Auftrag der Autobahn Westfalen mit einem speziellen Kamerasystem befahren und die Ergebnisse im Anschluss für die Leitungseigentümer dokumentiert. Wie die Autobahn GmbH mitteilte, ist die „Beweissicherung“ ein wichtiger Meilenstein im Vorfeld der Sprengung der alten Brücke.

Bereits seit Anfang Juni suchen die Mitarbeiter von zwei beauftragten Sachverständigen-Büros knapp 40 Wohn- und Nebengebäude sowie Firmen auf, um den Gebäudezustand von außen und innen zu erfassen. Alle betroffenen Anlieger wurden vorab von der Autobahn Westfalen per Postwurfsendung informiert.

Betrachtet werden bei der Beweissicherung sowohl die Wände als auch die Dächer der Gebäude. Der Zustand der Dachflächen wird mit Hilfe von Drohnenaufnahmen dokumentiert. Auch Zäune und Stützmauern nehmen die Gutachter in den Blick. „Wir machen uns ein umfassendes Bild“, sagt der Projektleiter für Abriss und Neubau der Brücke, Michael Neumann. „Wir gehen nicht davon aus, dass durch die Sprengung weitreichende Schäden entstehen. Schließlich fällt die Brücke in ein so genanntes Fallbett, das Erschütterungen weitgehend auffängt.“

In einem Radius von 300 Metern um die Talbrücke werden die Gebäude begutachtet. Knapp außerhalb dieser Grenze liegt die evangelische Kirche Oberrahmede. Die neugotische Kirche steht unter Denkmalschutz und ist samt Pfarrhaus mit in die Liste der zu begutachtenden Gebäude aufgenommen worden. Grund: Die Kirche weist aus Sicht der Fachleute nicht nur eine besondere Empfindlichkeit gegenüber Erschütterungen auf, sondern gilt ob ihrer historischen Bedeutung auch als „besonders erhaltenswert“, wie die Autobahn GmbH mitteilte.

Egal ob Kirche oder Wohngebäude – die Gutachter schauen zwei Mal hin. „Wir erfassen den Zustand vor und nach der Sprengung“, so Neumann. Nur so könne im Schadensfall ein Zusammenhang zwischen Schaden und Sprengung hergestellt werden. Liegt die Brücke im Tal, melden sich die Gutachter unverzüglich zu einem zweiten Besuch an. In einem Schlussgutachten wird so für die Eigentümer wie auch für die Autobahn Westfalen ein möglicher Schadensfall sicher dokumentiert. Und was passiert, wenn sich tatsächlich ein Riss im Mauerwerk zeigt? „Wenn ein Schaden durch die Sprengung der Brücke entstanden ist, wird die Sanierung von der Autobahn Westfalen übernommen“, verspricht Neumann.

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