Gäste loben Atmosphäre von Sauerland Ost

A45: Neue Rastanlage modern und teuer

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Die neue Rastanlage Sauerland Ost hat wenige Tage vor Weihnachten ihre Türen fürs Publikum geöffnet. „Tank & Rast“ hat insgesamt 4,5 Millionen Euro in den Neubau investiert.

Lüdenscheid - Der „Ostteil“ blüht auf. Eine Wohlfühl-Atmosphäre empfängt den Gast, alles ist nagelneu und im Vergleich zu früheren Jahren nicht wiederzuerkennen. Dagegen versprüht der „Westen“ den Charme längst vergangener Jahre. Der Vergleich beschränkt sich aber allein auf die beiden gegenüberliegenden Sauerland-Raststätten an der A45 in Lüdenscheid. Die neue Anlage auf der Ostseite wurde kurz vor Weihnachten wieder in Betrieb genommen.

4,5 Millionen Euro hat Tank & Rast in den Neubau investiert. Die moderne Kompaktanlage vereint Raststätte, Shop und Tankstelle unter einem Dach und ersetzt die alte Immobilie an gleicher Stelle. „Ich freue mich, dass wir mit dem Neubau von Sauerland Ost nicht nur unseren konsequenten Modernisierungskurs auf deutschen Autobahnen fortsetzen, sondern auch eine weitere hochmoderne Raststätte mit unserem Gastronomiekonzept ‘Serways Restaurant’ ausgestattet haben“, so Dr. Karl-H. Rolfes, Vorsitzender der Geschäftsführung von Tank & Rast. Das Unternehmen ist der führende Anbieter von Gastronomie, Einzelhandel, Hotellerie und Kraftstoff entlang den Autobahnen in Deutschland.

Jan Philipp Peter und Sohn Emil (4) sind vom neuen Ambiente begeistert: „Früher war das hier ziemlich siffig.“

Die neue Rastanlage kommt bei den Kunden gut an – zumindest was das Ambiente betrifft. Jan Philipp Peter legte mit Sohn Emil (4 Jahre) auf der Fahrt nach Wuppertal noch einen Zwischenstopp in Lüdenscheid ein. „Schön, modern und hell ist es geworden“, lobt der Vater. „Das ist kein Vergleich zu früher. In der alten Anlage war es zum Schluss doch ziemlich siffig.“ 

Das Ehepaar Mollenaar aus den Niederlanden findet die neue Anlage ausgezeichnet – vor allem, weil es keine Treppen gibt.

In angenehmer Erinnerung bleibt die Raststätte auch dem Ehepaar Mollenaar aus den Niederlanden. „Wir haben unseren Weihnachtsurlaub diesmal bei frühlingshaften Temperaturen in Bad Laasphe verbracht und hier wieder einen Zwischenstopp auf der Heimfahrt einlegt.“ Dass es im Gegensatz zum West-Gebäude keine Treppen mehr gibt, empfindet die gehbehinderte Ehefrau als echte Wohltat. „Das ist wirklich ausgezeichnet.“

Wenn es allerdings um Auswahl und Preisgefüge der angebotenen Speisen und Getränke geht, drehen die Noten ins Minus. Caffè Crema kostet in der kleinen Ausgabe 2,99 Euro, für einen großen Pott sind 3,79 Euro fällig, einen Caffè Latte gibt’s für 3,69 Euro. „Ich finde das einfach unverschämt. Der Kaffee ist in den Raststätten generell zu teuer“, so eine Reisende aus dem Münsterland. 

Dieter Berwangers Eindrücke sind gemischt: die Optik ist gelungen, die Auswahl an Speisen weniger: „Vor allem an Brötchen-Snacks mangelt es.“

Für Dieter Berwanger ist die „schöne Optik“ auch nicht alles: „Ich bin enttäuscht über die Auswahl an Brötchen-Snacks. Dafür können sich die Preise sehen lassen.“ 4,49 Euro muss der Gast für ein Ciabatta mit Salami und Gouda berappen, ein (trockenes) Brötchen gibt’s für 79 Cent. Berwanger spult als Vertriebsmitarbeiter 70 000 Kilometer im Jahr ab und weiß, wo er mehr für sein Geld erhält: „Ich steuere lieber einen Autohof an. Dort hat man mehr Auswahl und es ist deutlich billiger.“

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