Am Dickenberg in Lüdenscheid

An A45: Nachbarn beobachten Notlandung - zweiter Fall im MK

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Auch in Halver ging ein Segelflieger nieder. 

Lüdenscheid - Da staunten Anwohner unweit der A45 nicht schlecht. Plötzlich tauchte ein Flugzeug am Horizont auf und verlor rasch an Höhe. Die Polizei rückte aus. Es war nicht der einzige Fall im MK. 

Gegen 17 Uhr am Donnerstagnachmittag setzte die Pilotin ihr Segelflugzeug aus Leverkusen auf einer Wiese am Dickenberg sicher auf. Wegen eines plötzlich auftretenden Gewitters war keine Thermik mehr vorhanden, sodass eine ungeplante „Außenlandung“ notwendig wurde. "Die gerade frisch gemähte Wiese bot einen geeigneten Landeplatz", schreibt Ralf Damble in einer Mail an die Redaktion. 

Am Segelflugzeug wurden die Flügel abmontiert und auf einen Autoanhänger geladen. Dann ging es mit dem Gespann zurück nach Leverkusen. 

Anlieger beobachteten das Flugzeug und meldeten der Polizei eine "Notlandung". Mehrere Personen stünden vor dem Flieger. Die eingesetzten Polizeibeamten machten sich vor Ort ein Bild, sahen aber keinen Grund aktiv zu werden. Verletzt wurde niemand.

Glückliches Ende der ungeplanten Außenlandung in Lüdenscheid. Pilotin und Flugzeug blieben unversehrt. 

Die Beamten schrieben wie in diesen Fällen üblich eine kurze Information an die Luftaufsicht bei der zuständigen Bezirksregierung Münster.Dabei stellte sich heraus, dass es am Donnerstag noch eine zweite ungeplante Außenlandung im Märkischen Kreis gab. 

Auch in Halver ging ein Segelflieger nieder. 

Gegen 16.37 Uhr setzte ein ebenfalls in Leverkusen gestarteter Segelflieger auf einem noch nicht abgeerneten Feld im Halveraner Ortsteil Schmidtsiepen unweit von Lüdenscheid-Brügge auf. Dabei wurde das Flugzeug laut Polizei leicht beschädigt. Auch das Feld von Bio-Bauer Henning Wolf erlitt einen "geringen Flurschaden". "Der Schaden liegt im zweistelligen Bereich", erklärt Wolf. Mehr habe er nicht verlangt, da der Segelflieger bei der Landung schon beschädigt wurde.

"Die Pilotin in Lüdenscheid hatte dagegen Glück. Sie fand eine Wiese, die fast wie ein Segelflugplatz gemäht war, vor", sagt Polizeisprecher Marcel Dilling. Beide Segelflieger waren bei einem Flugtag in Leverkusen gestartet und mussten wegen fehlender Thermik vorzeitig landen. Auch außerhalb des Märkischen Kreises mussten dort gestartete Segelflieger ihre Flüge abbrechen. 

Anmerkung: Segelflugsportler legen Wert auf die Feststellung, dass es sich bei ungeplanten Außenlandungen in den seltensten Fällen um eine Notlandung handelt, da dies eine Luftnotlage voraussetzt. Ein Gewitter oder fehlende Thermik, die eine Landung erforderlich machen, zählen nicht dazu. 

Im allgemeinen Sprachgebrauch ist die ungeplante Außenlandung noch nicht angelangt. Anwohner und Bürger sprechen bei ihren Beobachtungen immer von einer "Notlandung". 

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