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A45-Brücke: Drei Bewerber für den Neubau 

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Von: Thomas Machatzke, Georg Dickopf

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Im Moment laufen die Vorbereitungen für die Sprengung der alten Talbrücke Rahmede. Welches Bauunterehmen seine Gerätschaften demnächst auf dem Areal platzieren darf, ist zwar weiter offen. Klar ist aber nun wohl, dass es drei Bewerber gibt.
Im Moment laufen die Vorbereitungen für die Sprengung der alten Talbrücke Rahmede. Welches Bauunterehmen seine Gerätschaften demnächst auf dem Areal platzieren darf, ist zwar weiter offen. Klar ist aber nun wohl, dass es drei Bewerber gibt. © Cornelius Popovici

Nach verlässlichen Informationen der Lüdenscheider Nachrichten bleiben bei dem europaweiten Qualifikationsverfahren nun doch drei Bieter übrig, die ein solches Großprojekt im vorgegebenen Zeitrahmen stemmen können.

Lüdenscheid – Die Würfel sind gefallen: Die Autobahn GmbH hat sich auf drei Unternehmen geeinigt, von denen eines die neue Autobahnbrücke über das Rahmedetal bauen wird. Susanne Schlenga von der Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH verwies noch einmal darauf, dass interessierte Unternehmen bis zum 21. November Zeit hatten, sich zu melden und ihre Qualifikation für ein solches Großprojekt nachzuweisen.

„Der Teilnahmewettbewerb soll dafür sorgen, dass es am Ende nur noch mit einer bestimmten Anzahl an Bewerbern in die eigentliche Ausschreibung geht“, beschrieb Schlenga, die die genaue Zahl der ausgewählten Firmen auf Anfrage nicht nannte, noch einmal das ungewohnte Verfahren. Zuletzt war vermutet worden, dass es an der Präqualifikation gar kein großes Interesse von Bewerbern gegeben haben könnte, weil die Ausschreibung nach dem Bonus-Malus-Prinzip die Bauunternehmen zeitlich enorm unter Druck setzt. Bei nicht im Rahmen der Ausschreibung festgelegter Fertigstellung des ersten Bauabschnitts (bis Ende 2026) drohen hier Konventionalstrafen. Und da bis jetzt noch keine Baurechtserlangung seitens der Autobahn GmbH beim Fernstraßenbundesamt vorliegt, sind auch die Planungen für Bewerber eher wenig konkret zu betreiben.

Nach verlässlichen Informationen der Lüdenscheider Nachrichten bleiben aber bei dem europaweiten Qualifikationsverfahren nun doch drei Bieter übrig, die ein solches Großprojekt im vorgegebenen Zeitrahmen stemmen können. Wie es nun weitergeht mit der Vergabe, blieb offen: „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir vorerst nichts zu dem weiteren Vergabeverfahren sagen können“, betonte Schlenga abschließend.

Klar ist aber, dass diese drei Firmen nun konkret ihren Hut in den Ring werfen müssen bei der Ausschreibung. Und hier ist – anders als bei vielen Verfahren – der Faktor Geld nicht der entscheidende. Am Ende wird eine große Rolle spielen, welche Firma schlüssig darlegen kann, dass sie die Talbrücke Rahmede am schnellsten wieder neubauen kann. Die Ausschreibung setzt auf Innovation und lässt die Bewerber an der längsten Leine, die man sich nur vorstellen kann. In der Hoffnung, dass dies die Bewerber zu einem besonders schnellen (und gleichzeitig natürlich soliden) Neubau antreibt.

Der Teilnahme-Wettbewerb soll dafür sorgen, dass es am Ende nur noch mit einer bestimmten Anzahl an Bewerbern in die eigentliche Ausschreibung geht!

Susanne Schlenga, Autobahn GmbH

Während die Götter vor den Neubau erst einmal die Sprengung der alten Talbrücke gesetzt haben (Termin weiter offen), gehen die Arbeiten im Umfeld der Brücke weiter – mit Folgen für den Verkehr: Im unteren Bereich der Straße Im Wiesental wird in den kommenden Tagen eine Betonschutzwand errichtet. Wegen der Arbeiten wird die Straße zwischen der Hausnummer 13 und der Einmündung zur Altenaer Straße von Dienstag bis Donnerstag, 29. November bis 1. Dezember, jeweils zwischen 7 und 17 Uhr voll gesperrt.

Die Verkehrssicherung, also die für die Sperrung erforderlichen Baken und Hinweisschilder, soll jeden Tag auf- und abgebaut werden. Außerdem soll ein Notgehweg für Fußgänger eingerichtet werden, kündigt der Fachdienst Bauservice der Stadt Lüdenscheid an. Die Zufahrt zur Straße Im Wiesental ist während der Vollsperrungen ausschließlich über den Römerweg möglich.

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