Bundesverkehrswegeplan 2015

A-45-Ausbau: Grüne und Linke stimmen dagegen

Grüne und Linke stimmten gegen den sechsspurigen Ausbau der A 45, blieben damit aber in der Minderheit.

LÜDENSCHEID ▪ Erste Stimmen gegen den sechsspurigen Ausbau der Autobahn 45 erhoben sich im jüngsten Bau- und Verkehrsausschuss: Die Grünen und Die Linke votierten gegen den Entwurf einer zustimmenden Stellungnahme der Stadt zum Bundesverkehrswegeplan 2015.

Da alle anderen Fraktionen bei ihrem Ja zum Ausbau blieben, setzt sich die Stadt nun offiziell für drei Fahrspuren in beide Richtungen ein. Irritiert vom Widerspruch des Grünen-Ratsherrn Otto Bodenheimer zeigte sich der Ausschuss-Vorsitzende Jens Holzrichter (FDP). Er verwies darauf, dass der Stadtrat vor etwa einem Jahr einen Appell zum Ausbau verabschiedet habe – und zwar einstimmig.

Grünen-Ratsherr Otto Bodenheimer erklärte dazu, dies sei damals ein Versehen der anwesenden Grünen-Vertreter gewesen: „Da ging die Abwandlung des Textes durch den Bürgermeister offenbar so schnell, dass meine Kollegen das nicht mitbekamen. Das ist ihnen heute auch sehr peinlich“, schmunzelte er.

Die Position der Grünen zum A-45-Ausbau sei indes klar: Die Stellungnahme setze ein falsches Signal. Mit durchgehend sechs Spuren schaffe man vor allem für den zunehmenden Schwerlastverkehr bessere Bedingungen auf der Straße: „Doch der gehört auf die Schiene. Stattdessen wird heute über Gigaliner debattiert, das geht alles in die falsche Richtung.“

Für die Linke schloss sich Ratsherr Dietmar Skowasch-Wiers in der Abstimmung kommentarlos dem Nein von Bodenheimer an.

Alle anderen Politiker befürworteten allerdings die Forderung nach einem dreistreifigen Ausbau zwischen Lüdenscheid und Hagen sowie von Lüdenscheid bis zum Autobahnkreuz Gießen in südliche Richtung. Dies sei für die Stadt wie für die gesamte Wirtschaftsregion Südwestfalen „von existenzieller Bedeutung“.

Damit wird die Forderung der Stadt nach Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan 2015 nun an die Bezirksregierung weitergegeben.

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